{"id":4904,"date":"2024-10-30T16:56:00","date_gmt":"2024-10-30T15:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2024\/10\/30\/50hertz-und-basf-schwarzheide-gmbh-schliessen-vertrag-ueber-bau-einer-power-to-heat-anlage\/"},"modified":"2024-10-30T16:56:00","modified_gmt":"2024-10-30T15:56:00","slug":"50hertz-und-basf-schwarzheide-gmbh-schliessen-vertrag-ueber-bau-einer-power-to-heat-anlage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2024\/10\/30\/50hertz-und-basf-schwarzheide-gmbh-schliessen-vertrag-ueber-bau-einer-power-to-heat-anlage\/","title":{"rendered":"50Hertz und BASF Schwarzheide GmbH schlie\u00dfen Vertrag \u00fcber Bau einer Power-to-Heat-Anlage\u200b"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/2024\/10\/30\/50hertz-und-basf-schwarzheide-gmbh-schliessen-vertrag-ueber-bau-einer-power-to-heat-anlage\/\" title=\"50Hertz und BASF Schwarzheide GmbH schlie\u00dfen Vertrag \u00fcber Bau einer Power-to-Heat-Anlage\u200b\"><\/a><\/p>\n<div class=\"con conDetailHeader \">\n<div class=\"modCon\">\n<div class=\"mod modA modParagraph\">\n<div class=\"boxCon\">\n<div class=\"box hasMediaFull\">\n<p><strong>Schwarzheide \/ Berlin \u2013 50Hertz und die BASF Schwarzheide GmbH wollen gemeinsam einen weiteren Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie und damit zum Klimaschutz leisten. Beide Unternehmen haben in Anwesenheit von Prof. Dr. J\u00f6rg Steinbach, Minister f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, einen Vertrag zur Errichtung und zum Betrieb einer Power-to-Heat-Anlage (PtH) auf dem Werksgel\u00e4nde des BASF-Produktionsstandortes in der Lausitz unterzeichnet. In der Anlage soll gr\u00fcner Strom vorwiegend aus Windkraftanlagen nach dem Prinzip \u201eNutzen statt Abregeln\u201c in Prozessw\u00e4rme umgewandelt werden. Es handelt sich um das erste PtH-Projekt von 50Hertz mit einem Industrieunternehmen und das erste dieser Art in Brandenburg. <\/strong><\/p>\n<p>Wenn die Erneuerbaren Energien bei starkem Wind und blauem Himmel mehr Strom erzeugen, als \u00fcber die Stromnetze zu den Verbrauchszentren transportiert werden, entstehen Netzengp\u00e4sse. Um die Leitungen und Umspannwerke vor einer gef\u00e4hrlichen \u00dcberlastung zu sch\u00fctzen, m\u00fcssen Windr\u00e4der oder Photovoltaikanlagen in solchen Situationen abgeregelt werden und die Betreiber erhalten als Ausgleich f\u00fcr die Verluste eine Entsch\u00e4digung. PtH ist eine M\u00f6glichkeit, dieses Abregeln zu vermeiden und den Strom in die Erzeugung \u201egr\u00fcner\u201c W\u00e4rme umzulenken.<\/p>\n<p>Die geplante PtH-Anlage in Schwarzheide besteht aus einem sogenannten Elektrodenkessel mit einer Leistung von 25 Megawatt (MW), in dem wie in einem elektrischen Wasserkocher Wasser durch Strom erhitzt wird. Die Anlage soll Ende 2026 in Betrieb gehen. 50Hertz investiert maximal rund 19 Mio. Euro in Errichtung und Netzanschluss und erh\u00e4lt daf\u00fcr das Recht, sie rund um die Uhr zur Entsch\u00e4rfung von Netzengp\u00e4ssen, den sogenannten Redispatchma\u00dfnahmen, einsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die PtH-Anlage f\u00fcgt sich in das Energiegef\u00fcge der BASF Schwarzheide GmbH ein. Der E-Kessel wird zus\u00e4tzlich zum bestehenden Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD), das nach dem Prinzip der Kraft-W\u00e4rme-Kopplung gleichzeitig Strom und W\u00e4rme erzeugt, als eine Option f\u00fcr die Dampferzeugung zur Verf\u00fcgung stehen. Zuk\u00fcnftig kann das GuD-Kraftwerk immer dann heruntergefahren werden, wenn die PtH-Anlage Strom aus Erneuerbaren aufnimmt und in W\u00e4rmeenergie umwandelt. So werden Brennstoffkosten eingespart und CO2-Emissionen verringert.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren hat BASF das GuD-Kraftwerk modernisiert und gleichzeitig die Voraussetzungen geschaffen, um k\u00fcnftig Erneuerbare Energien in der Wertsch\u00f6pfung zu nutzen. Im Zusammenspiel von GuD-Kraftwerk, dem eigenen Solarpark mit Energiespeicher und der Kenntnis der Lage an der Stromb\u00f6rse, ist es f\u00fcr das Unternehmen m\u00f6glich, die f\u00fcr den Standort g\u00fcnstigste und nachhaltigste Variante der Stromversorgung zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. J\u00f6rg Steinbach, Minister f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg<\/strong>: \u201eDie Nutzung von \u00fcbersch\u00fcssigem Strom ist ein besonders wichtiges Projekt der Energiewende. Strom, der ansonsten abgeregelt w\u00fcrde, wird direkt in W\u00e4rme umgewandelt (Power-to-Heat) und genutzt. Das spart Netzkosten. Besonders hervorzuheben ist, dass die Anlage aufgrund der ben\u00f6tigten Prozessw\u00e4rme von BASF nahezu ganzj\u00e4hrig Strom abnehmen kann; im Unterschied zu kommunalen W\u00e4rmenetzen, die nur w\u00e4hrend der Heizperiode auf Volllast fahren. Der energetische Nutzen (Erzeugung von erneuerbarer W\u00e4rme) ist verbunden mit einem fiskalischen Nutzen (Reduzierung Netzkosten). Das macht die Besonderheit dieses vom \u00dcbertragungsnetzbetreiber gemeinsam mit einem Industriekunden entwickelten Projektes aus.\u201c<\/p>\n<p><strong>J\u00fcrgen Fuchs, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der BASF Schwarzheide GmbH<\/strong>: \u201eKlimaschutz ist f\u00fcr BASF von zentraler Bedeutung. Das Unternehmen treibt deshalb die Transformation in Richtung Klimaneutralit\u00e4t voran. Auch unser Produktionsstandort in der Lausitz befindet sich mitten in diesem Transformationsprozess. Wir forcieren die Energiewende in der chemischen Industrie, indem wir hier in Schwarzheide beispielsweise Erneuerbare Energien aus unserem eigenen Solarpark in die Versorgung unserer Produktionsanlagen integrieren. Wir ben\u00f6tigen Energie und Dampf f\u00fcr unsere Produktion. Der Bau der PtH-Anlage und damit die Entscheidung, gr\u00fcnen Dampf einzusetzen, ist ein weiterer Baustein, um den Standort f\u00fcr die Zukunft aufzustellen. Damit k\u00f6nnen wir die zunehmende Nachfrage unserer Kunden nach Produkten mit gr\u00fcnen Eigenschaften zuk\u00fcnftig noch flexibler decken.\u201d<\/p>\n<p><strong>Marco Nix, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Netzausbauprojekte und Finanzen (CFO) von 50Hertz<\/strong>: \u201eDas Prinzip \u201aNutzen statt Abregeln\u2018 schafft eine Win-Win-Situation und ist volkswirtschaftlich sinnvoll. Anstatt Entsch\u00e4digungen f\u00fcr nicht produzierten Strom zu bezahlen, erhalten wir zur Aufrechterhaltung der Systemstabilit\u00e4t ein wirksames Instrument an die Hand. Um in Zukunft Netzengp\u00e4sse zu entsch\u00e4rfen, ist der Ausbau der Strom\u00fcbertragungsnetze als wichtigste Ma\u00dfnahme erforderlich. Erg\u00e4nzend m\u00fcssen unterschiedliche Speichersysteme hinzukommen, dazu z\u00e4hlen auch PtH-Anlagen in der Industrie und in Kommunen mit Fernw\u00e4rmenetzen.\u201d<\/p>\n<p>F\u00fcr 50Hertz sind PtH-Projekte nicht neu. In Kooperation mit kommunalen Fernw\u00e4rmeversorgern wurden inzwischen Anlagen in Hamburg, Rostock, Neubrandenburg, Stralsund und Halle mit einer Gesamtleistung von rund 175 MW in Betrieb genommen, weitere Anlagen sind in Bau oder wurden unter Vertrag genommen. Grundlage f\u00fcr die Zusammenarbeit ist eine Regelung im Energiewirtschaftsgesetz, die \u00dcbertragungsnetzbetreibern zur Entsch\u00e4rfung von Netzengp\u00e4ssen Investitionen in solche Anlagen erm\u00f6glicht, um diese dann netzdienlich einzusetzen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber 50Hertz<\/strong><\/p>\n<p>50Hertz betreibt das Strom\u00fcbertragungsnetz im Norden und Osten Deutschlands und baut es f\u00fcr die Energiewende bedarfsgerecht aus. Unser H\u00f6chstspannungsnetz hat eine Stromkreisl\u00e4nge von \u00fcber 10.000 Kilometern \u2013 das ist die Entfernung von Berlin nach Rio de Janeiro. Das 50Hertz-Netzgebiet umfasst die Bundesl\u00e4nder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen- Anhalt und Th\u00fcringen sowie die Stadtstaaten Berlin und Hamburg. In diesen Regionen sichert 50Hertz mit rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um die Uhr die Stromversorgung von 18 Millionen Menschen. 50Hertz ist f\u00fchrend bei der sicheren Integration Erneuerbarer Energien: In unserem Netzgebiet wollen wir bis zum Jahr 2032 \u00fcbers Jahr gerechnet 100 Prozent Erneuerbare Energien sicher in Netz und System integrieren. Anteilseigner von 50Hertz sind die b\u00f6rsennotierte belgische Holding Elia Group (80 Prozent) und die KfW Bankengruppe mit 20 Prozent. Als europ\u00e4ischer \u00dcbertragungsnetzbetreiber ist 50Hertz Mitglied im europ\u00e4ischen Verband ENTSO-E. <a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/category\/www.50hertz.com\"><strong>www.50hertz.com<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die BASF Schwarzheide GmbH<\/strong><\/p>\n<p>Die BASF Schwarzheide GmbH ist seit 1990 Teil der BASF-Gruppe und besch\u00e4ftigt rund 2.000 Mitarbeitende. Als ein Chemieunternehmen leistet die BASF in Schwarzheide einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, indem sie die Integration von erneuerbaren Energien vorantreibt, ihre Produktion energieeffizient aufstellt und ihr Handeln am Prinzip der Kreislaufwirtschaft ausrichtet. Die Produktpalette umfasst Polyurethan-Grundprodukte und -Systeme, Pflanzenschutzmittel, Wasserbasislacke, Technische Kunststoffe, Schaumstoffe und Veredlungschemikalien.<\/p>\n<p>Die BASF Schwarzheide GmbH versteht sich als strukturbestimmendes Unternehmen, dessen Wurzeln in der Region verankert sind. Verantwortung f\u00fcr die Region zu \u00fcbernehmen, den Strukturwandel in der Lausitz mitzugestalten sowie die Sicherung von Fachkr\u00e4ften voranzutreiben, geh\u00f6ren daher zum Selbstverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.basf-schwarzheide.de\/\"><strong>www.basf-schwarzheide.de<\/strong><\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/2024\/10\/30\/50hertz-und-basf-schwarzheide-gmbh-schliessen-vertrag-ueber-bau-einer-power-to-heat-anlage\/\">50Hertz und BASF Schwarzheide GmbH schlie\u00dfen Vertrag \u00fcber Bau einer Power-to-Heat-Anlage\u200b<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/\">Wirtschaft und Markt<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwarzheide \/ Berlin \u2013 50Hertz und die BASF Schwarzheide GmbH wollen gemeinsam einen weiteren Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie und damit zum Klimaschutz leisten. 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