{"id":4892,"date":"2024-10-29T17:16:23","date_gmt":"2024-10-29T16:16:23","guid":{"rendered":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2024\/10\/29\/berliner-konjunkturumfrage-eingetruebte-erwartungen-bei-allgemeiner-verunsicherung\/"},"modified":"2024-10-29T17:16:23","modified_gmt":"2024-10-29T16:16:23","slug":"berliner-konjunkturumfrage-eingetruebte-erwartungen-bei-allgemeiner-verunsicherung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2024\/10\/29\/berliner-konjunkturumfrage-eingetruebte-erwartungen-bei-allgemeiner-verunsicherung\/","title":{"rendered":"Berliner Konjunkturumfrage: Eingetr\u00fcbte Erwartungen bei allgemeiner Verunsicherung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/2024\/10\/29\/berliner-konjunkturumfrage-eingetruebte-erwartungen-bei-allgemeiner-verunsicherung\/\" title=\"Berliner Konjunkturumfrage: Eingetr\u00fcbte Erwartungen bei allgemeiner Verunsicherung\"><\/a><\/p>\n<div class=\"con conDetailHeader \">\n<div class=\"modCon\">\n<div class=\"mod modA modParagraph\">\n<div class=\"boxCon\">\n<div class=\"box hasMediaFull\">\n<p><strong>Die konjunkturelle Stimmung in der Berliner Wirtschaft ist weiterhin getr\u00fcbt. Auch wenn sich \u00fcber den Sommer hinweg die Gesch\u00e4fte insgesamt solide entwickelt haben, blicken die Unternehmen weitgehend skeptisch auf die n\u00e4chsten Monate. Vor allem im Gastgewerbe und im Handel bereitet mangelnde Konsumfreude der Verbraucherinnen und Verbraucher Sorgen. Das derzeitige schwierige konjunkturelle Umfeld geht auch am Handwerk nicht spurlos vor\u00fcber. Obwohl die angespannte wirtschaftliche Lage auch in vielen Betrieben sp\u00fcrbar ist, beweist das Handwerk Resilienz angesichts der aktuellen Herausforderungen. Dies sind die Ergebnisse der gemeinsamen Konjunkturumfrage von IHK und Handwerkskammer Berlin im Herbst unter mehr als 910 repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlten Unternehmen. <\/strong><\/p>\n<p>Der Konjunkturklimaindex (geometrisches Mittel aus aktueller gesch\u00e4ftlicher Lage und Erwartungen) kommt nicht weiter voran und sinkt im Herbst leicht auf 105 Punkte, nach 108 Z\u00e4hlern im Fr\u00fchsommer. Das sind nur f\u00fcnf Punkte oberhalb des neutralen Wertes von 100 Z\u00e4hlern.<\/p>\n<p>Bei der Bewertung der aktuellen Lage f\u00e4llt auf, dass in der Industrie die Gesch\u00e4fte \u00fcber den Sommer sichtbar an Fahrt aufgenommen haben. Bewerteten im Fr\u00fchsommer noch 31 Prozent der befragten Industrieunternehmen die Lage als gut, sind es im Herbst 47 Prozent. Hier sind es vor allem die Sektoren Pharma und E-Mobilit\u00e4t, die eine gute Gesch\u00e4ftsentwicklung verzeichneten. Im Gastgewerbe laufen im Sommer traditionell die Gesch\u00e4fte besser, allerdings profitierten in diesem Sommer vor allem die gro\u00dfen Gastgewerbetreibenden. 28 Prozent der Gastgewerbeunternehmen bewerten die Sommersaison als gut (Fr\u00fchjahr: 30 Prozent), 53 Prozent immerhin als zufriedenstellend (Fr\u00fchjahr: 43 Prozent). Auch im Handwerk wird die aktuelle Lage entweder als gut (40 Prozent) oder zufriedenstellend (46 Prozent) bezeichnet. Stabilisierend wirkt sich die Entwicklung im Kfz-Gewerbe aus. Entgegen dem pessimistischen Trend, gehen 38 Prozent der befragten Betriebe davon aus, dass sich die Gesch\u00e4ftslage in den kommenden sechs Monaten weiter verbessern wird. Auch das Gesundheitsgewerbe konnte sich nach einer Anpassung der Verg\u00fctungss\u00e4tze f\u00fcr Gesundheitsleistungen weiter stabilisieren. In einer Gemengelage, die einerseits durch stockenden Wohnungsneubau und andererseits durch hohen Sanierungsbedarf gepr\u00e4gt ist, laufen die Gesch\u00e4fte im Bauhandwerk hingegen nur m\u00e4\u00dfig zufriedenstellend. Eindeutig nachgelassen haben auch die Gesch\u00e4fte im Handel. Die Zahl derjenigen, die unter schlecht laufenden Gesch\u00e4ften leiden, ist von 24 Prozent im Fr\u00fchsommer auf aktuell 34 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Auch wenn sich die aktuelle Lage f\u00fcr viele Unternehmen als zumindest stabil darstellt, fehlt offenbar die Hoffnung auf Besserung. Die Erwartung an die Gesch\u00e4ftsentwicklung der kommenden Monate setzt die leichte Aufw\u00e4rtsbewegung aus dem Fr\u00fchsommer nicht fort: Der Erwartungsindikator der Berliner Wirtschaft, sich errechnend aus optimistischen und pessimistischen Einsch\u00e4tzungen, verliert zu damals sechs Z\u00e4hler und notiert aktuell bei -5 Punkten. Damit sehen mehr Unternehmen pessimistisch als optimistisch in die nahe Zukunft.<\/p>\n<p>Diese Skepsis hat Auswirkungen. So bleiben die Unternehmen recht verhalten bez\u00fcglich des Aufbaus neuer Stellen. Der Saldo aus geplantem Auf- und Abbau liegt mit f\u00fcnf Punkten nahezu unver\u00e4ndert zu dem Wert aus dem Fr\u00fchsommer 2024 und signalisiert damit eine eher schwache Dynamik auf dem Arbeitsmarkt.<\/p>\n<p>Mit den schwachen Erwartungen nimmt auch die Investitionsdynamik weiter ab. Der entsprechende Indikator sinkt von 17 Punkten im Fr\u00fchsommer 2024 auf 14 Punkte im Herbst. Damit setzt die Investitionsbereitschaft ihren Abstiegspfad, nach der Erholung des pandemiebedingten Einbruches, weiter fort. Diese Entwicklung d\u00fcrfte langfristig die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Wirtschaft gef\u00e4hrden, da fehlende Investitionen in Innovation und Modernisierung zu einem R\u00fcckstand gegen\u00fcber internationaler Konkurrenz f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>J\u00fcrgen Wittke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handwerkskammer Berlin<\/strong>: \u201eDie Berliner Wirtschaft zeigt sich stabil, jedoch ohne nennenswerte Dynamik, sodass wir derzeit die l\u00e4ngste konjunkturelle Schw\u00e4chephase seit den fr\u00fchen 2000er-Jahren erleben. Das Berliner Handwerk bleibt dabei ein zentraler Stabilit\u00e4tsanker, auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. In vielen Gewerken ist die Auftragslage gut bis saison\u00fcblich. Die Auftragsreichweite liegt nach wie vor bei mehr als 14 Wochen. Die negative Stimmungslage geht zwar am Handwerk nicht vorbei, trotzdem zeigt es sich resilient in der Krise, da wichtige Zukunftsaufgaben, wie Photovoltaik, moderne Heizungsanlagen und Antriebstechniken, eine gro\u00dfe Relevanz f\u00fcr die Auftragslage haben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Jan Eder, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IHK Berlin<\/strong>: \u201eEs fehlt an Hoffnung, dass es kurzfristig wieder aufw\u00e4rts geht. Die Unternehmen bef\u00fcrchten, dass die mangelhaften wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zum dauerhaften Bremsklotz werden. Knapp 60 Prozent der Unternehmen sehen ihre wirtschaftliche Entwicklung hierdurch gef\u00e4hrdet. Entsprechend gro\u00df ist der Wunsch nach politischen Ma\u00dfnahmen. Es reicht nicht nur einen konjunkturellen Impuls zu setzen, vielmehr brauchen wir echte strukturelle Verbesserungen. Darunter f\u00e4llt die infrastrukturelle Ert\u00fcchtigung, ein international konkurrenzf\u00e4higes Steuersystem mit mehr Investitionsanreizen und bezahlbare Energie. In Berlin nicht zu vergessen insbesondere die Verwaltungsreform, die am Ende klare Zust\u00e4ndigkeit schafft und wirtschaftsrelevante Prozesse beschleunigt.\u201c<\/p>\n<p>Den vollst\u00e4ndigen Konjunkturbericht finden Sie hier \u27a0 <a href=\"https:\/\/newsletter.hwk-berlin.de\/d?p000dxyy00cb3k00d0000pwq000000000dhdjh5truu6kqrtqttnqc0q0000zy000000fovgdui\">www.hwk-berlin.de\/konjunktur<\/a> oder laden Sie ihn direkt \u27a0 <a href=\"https:\/\/newsletter.hwk-berlin.de\/d?p000dxyi00cb3k00d0000pwq000000000dhdjh5truu6kqrtqttnqc0q0000zy000000bggpkom\">hier<\/a> herunter.<\/p>\n<h1><\/h1>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/2024\/10\/29\/berliner-konjunkturumfrage-eingetruebte-erwartungen-bei-allgemeiner-verunsicherung\/\">Berliner Konjunkturumfrage: Eingetr\u00fcbte Erwartungen bei allgemeiner Verunsicherung<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/\">Wirtschaft und Markt<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die konjunkturelle Stimmung in der Berliner Wirtschaft ist weiterhin getr\u00fcbt. 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