{"id":3971,"date":"2023-09-15T15:36:04","date_gmt":"2023-09-15T13:36:04","guid":{"rendered":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2023\/09\/15\/2-21-09-2023-wm-laenderreport-sachsen-anhalt\/"},"modified":"2023-09-15T15:36:04","modified_gmt":"2023-09-15T13:36:04","slug":"2-21-09-2023-wm-laenderreport-sachsen-anhalt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2023\/09\/15\/2-21-09-2023-wm-laenderreport-sachsen-anhalt\/","title":{"rendered":"#2 21.09.2023 W+M-L\u00e4nderreport Sachsen-Anhalt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/2023\/09\/15\/2-21-09-2023-wm-laenderreport-sachsen-anhalt\/\" title=\"#2 21.09.2023 W+M-L\u00e4nderreport Sachsen-Anhalt\"><\/a><\/p>\n<div class=\"con conDetailHeader \">\n<div class=\"modCon\">\n<div class=\"mod modA modParagraph\">\n<div class=\"boxCon\">\n<div class=\"box hasMediaFull\">\n<div class=\"authorWrapper\">\n<div class=\"articleMeta\">\n<div class=\"Bq Br\">\n<div class=\"Ncj Bv\">\n<div class=\"con conDetailHeader \">\n<div class=\"modCon\">\n<div class=\"mod modA modParagraph\">\n<div class=\"boxCon\">\n<div class=\"box hasMediaFull\">\n<h3>Mit dem L\u00e4nderreport Sachsen-Anhalt setzt Wirtschaft+Markt die im ersten Halbjahr 2023 mit Brandenburg, Th\u00fcringen begonnene Recherche-Serie fort. Auch diesen Report werden wir in mehreren Teilen ver\u00f6ffentlichen, denn es gibt mehr zu berichten, als man so gemeinhin denkt.<\/h3>\n<p>Teil 1 \u2013 15.09.2023: Zahlen und Fakten zur Wirtschaft\/ Bekannte Marken<\/p>\n<p>Teil 2 \u2013 21.09.2023: Mit Intel auf der \u00dcberholspur<\/p>\n<p>Teil 3 \u2013 13.09.2023: Die Chemieparks als R\u00fcckgrat der Wirtschaft<\/p>\n<p>Teil 4 \u2013 20.09.2023: Pharmaindustrie setzt auf Sachsen-Anhalt<\/p>\n<p>Teil 5 \u2013 27.10.2023: Energiebranche treibt die Entwicklung<\/p>\n<p>Teil 6 \u2013 03.11.2023:\u00a0 Logistik rollt im Land \u2013 Automotive und Maschinenbau im Wandel<\/p>\n<h3>Hier nun die Auftaktfolge.<\/h3>\n<h3><strong>Zahlen und Fakten zur Wirtschaft<\/strong><\/h3>\n<\/div>\n<p>Das Bruttoinlandsprodukt des Landes stieg 2022 gegenu\u0308ber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,6 Prozent. Damit konnte Sachsen-Anhalt ein besseres Ergebnis als Deutschland (+1,8 Prozent) und Ostdeutschland ohne Berlin (+2,3 Prozent) erzielen. Die gr\u00f6\u00dften Branchen des Landes bleiben die Chemieindustrie, die Mineral\u00f6lverarbeitung, die Nahrungs- und Futtermittelindustrie, die Metallerzeugung und -bearbeitung, Gummi- und Kunststoffwaren, der Maschinenbau. die Papierherstellung und die Pharmazie.<\/p>\n<p>\u00dcberdurchschnittlich wuchsen laut Statistischem Landesamt Handel, Verkehr, Gastgewerbe; der Bereich Information und Kommunikation und das Verarbeitende Gewerbe. Besser als im Bundesdurchschnitt entwickelten sich zudem auch die Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; das Grundstu\u0308cks- und Wohnungswesen sowie die O\u0308ffentlichen und sonstigen Dienstleister. Regional wuchsen (im Jahr 2021) die Landkreise Saalekreis (+13,5 Prozent), Bo\u0308rde (+10,5 Prozent) und Anhalt-Bitterfeld (+9,3 Prozent) besonders stark.<\/p>\n<p>Die Konjunkturexperten der Nord\/LB sehen zudem ein Aufbl\u00fchen des Exportgesch\u00e4fts. 2022 exportierte Sachsen-Anhalt bis Oktober Gu\u0308ter im Wert von 20,2 Milliarden Euro. Dies entsprach einer Steigerung von 28,4 Prozent und lag \u00fcber dem bundesdeutschen Anstieg bei den Ausfuhren.<\/p>\n<p>Bei den Betriebszahlen ragt in Sachsen-Anhalt die Nahrungs- und Futtermittelbranche heraus (172 Betriebe). 113 Betriebe stellten chemische Erzeugnisse her. Ihre Gesamtums\u00e4tze von fast 14 Milliarden Euro \u00fcbersteigen die des Nahrungsmittelsektors aber um immerhin mehr als f\u00fcnf Milliarden Euro. Au\u00dferdem sind in Sachsen-Anhalt zahlreiche Betriebe in der Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik sowie Verarbeitung von Steinen und Erden t\u00e4tig. Die 158 Betriebe in diesem Bereich erwirtschaften mit 2,5 Milliarden Euro aber vergleichsweise geringe Ums\u00e4tze. Die 219 Betriebe der Metallerzeugung setzten 2022 insgesamt 2,6 Milliarden Euro um.<\/p>\n<h3><strong>Bekannte Marken aus Sachsen-Anhalt<\/strong><\/h3>\n<p>Aus Sachsen-Anhalt stammen viele beliebte, oft bundesweit vertriebene Lebensmittelmarken. Mit <strong>Rotk\u00e4ppchen<\/strong> kommt die erfolgreichste Sektmarke in Deutschland aus Freyburg (Unstrut). <strong>Kathi<\/strong> Backmischungen aus Halle, <strong>Burger Kn\u00e4ckebrot<\/strong> aus Burg, <strong>Halloren Schokolade<\/strong> aus Halle (Saale), <strong>Original Z\u00f6rbiger Marmelade<\/strong>, die Quarkprodukte der <strong>frischli<\/strong> GmbH aus Wei\u00dfenfels, <strong>Halberst\u00e4dter W\u00fcrstchen<\/strong> oder <strong>Hasser\u00f6der Bier <\/strong>aus Wernigerode sind weitere beliebte Markenprodukte, die zwischen Harz und Elbe produziert werden. Im Jahr 2021 waren nahezu\u00a0 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Betrieben ta\u0308tig, die Nahrungs-, Futtermittel oder Getra\u0308nke herstellen. Aktueller Neuzugang: die Berliner Firma Florida Eis. Der Bau ihrer neuen Eisfabrik in Sch\u00f6nebeck verz\u00f6gerte sich zuletzt allerdings.<\/p>\n<div class=\"box hasMediaFull\">\n<h3><\/h3>\n<h3><strong>Folge 2<\/strong><\/h3>\n<h3><strong>Mit Intel auf der \u00dcberholspur<\/strong><\/h3>\n<h3>Mit der Investition des Chipgiganten Intel in Magdeburg ist Sachsen-Anhalt ein \u2013 wenn auch teurer \u2013 Coup gelungen. Die Chipfabrik soll ein neues Industriezeitalter in Sachsen-Anhalt einl\u00e4uten. F\u00fcr Wirtschaftsminister Sven Schulze befindet sich das Land auf der \u00dcberholspur, wie er es im Interview mit Wirtschaft + Markt formulierte.<\/h3>\n<p>Im Sommer machte sich Wirtschaftsminister Sven Schulze von Sachsens-Anhalts Tempo auf der \u00dcberholspur auf seiner Radtour durchs Land vielerorts ein eigenes Bild. Beispielsweise im Wissenschaftshafen Magdeburg: Der Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Handelshafen war in seiner Bl\u00fctezeit einer der modernsten Binnenh\u00e4fen Deutschlands, verlor nach dem Krieg aber nach und nach komplett seine Bedeutung. Heute firmiert das wiederbelebte Areal unter der Bezeichnung <strong>Wissenschaftshafen<\/strong> und z\u00e4hlt zu den mittlerweile 13 ausgezeichneten Zukunftsorten in Sachsen-Anhalt.<\/p>\n<p>Forschung und Innovation sollen das historische Gel\u00e4nde bald pr\u00e4gen. Hier baut das <strong>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF)<\/strong> die \u201eElbfabrik\u201c, eine Forschungs- und Demonstrationsfabrik, in der Technologien und digitale Arbeitswelten erforscht und f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen erlebbar gemacht werden sollen. Wenige Meter davon entfernt will der<strong> Forschungscampus STIMULATE der Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t Magdeburg<\/strong> ein medizintechnisches Hightech-Zentrum entwickeln. Der Fokus von STIMULATE liegt auf Technologien f\u00fcr bildgef\u00fchrte minimal-invasive Methoden in der Medizin. Auch Start-ups wie die RAYDIAX GmbH oder die Neoscan Solutions GmbH sind im diesem Umfeld der Medizintechnik im Wissenschaftshafen ans\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Noch kein offizieller Zukunftsort, aber der Ort der Zukunft im Land wird derweil im Gewerbegebiet Eulenberg an der A 14 geplant. Kaum ein Tag, an dem die <strong>Gigafabrik des Chipkonzerns Intel<\/strong> nicht die wirtschaftlichen Schlagzeilen im Land beherrscht. Die Investition gibt das Tempo f\u00fcr den \u00dcberholvorgang des Landes vor. Ab 2027 wollen die US-Amerikaner in der Elbestadt Chips der neuesten Generation produzieren und 10.000 Arbeitspl\u00e4tze bei sich und Zulieferern schaffen. Einschlie\u00dflich der staatlichen Hilfen von knapp zehn Milliarden Euro hat Intel daf\u00fcr 30 Milliarden Euro im K\u00f6cher. F\u00fcr jeden Job, den Intel nach Magdeburg bringt, entstehen weitere zehn in der Region, versprach Intel-Chef Pat Gelsinger bei der Vertragsunterzeichnung.<\/p>\n<p>Und Intel soll zum Magneten f\u00fcr weitere IT-Investoren avancieren. Das internationale Forschungsunternehmen <strong>Sioux Technologies<\/strong> macht diesbez\u00fcglich den Anfang. Die Niederl\u00e4nder entwickeln High-Tech-L\u00f6sungen f\u00fcr die Halbleiterindustrie, f\u00fcr Labor- und Medizintechnik, Mechatronik, Mobilit\u00e4t und Clean Energy. Im Technologiepark Ostfalen in Barleben pumpt das Unternehmen zirka 20 Millionen Euro in ein Forschungs- und Entwicklungszentrum mit rund dreihundert Arbeitspl\u00e4tzen. Leon Giesen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Sioux Technologies, nennt explizit den Standortvorteil Intel: \u201eWir sind stolz darauf, zu den Ersten zu geh\u00f6ren, die sich im Intel-Technologieumfeld Sachsen-Anhalts etablieren.\u201c<\/p>\n<h3>Folge 3 \u2013 Chemieparks<\/h3>\n<h3><strong>Chemiepark Leuna w\u00e4chst weiter<\/strong><\/h3>\n<p>So sehr sich gegenw\u00e4rtig das \u00f6ffentliche Interesse auf Intel konzentriert: Die wichtigste Industrie des Landes bleibt die Chemieindustrie. Auch hier ist vieles in Bewegung, wenn die Branche auch unter Energiekrise und der gebotenen Transformation zur Klimaneutralit\u00e4t \u00e4chzt. Der <strong>Chemiepark Leuna<\/strong> gilt gegenw\u00e4rtig dennoch als eine der gr\u00f6\u00dften Baustellen in Deutschland. Hier arbeiten die Gro\u00dfen der Branche: <strong>Dow Olefinverbund, Linde, Shell oder TotalEnergies<\/strong>. Mehr Industriearbeitspl\u00e4tze an einem Ort, so hei\u00dft es, finden sich nirgendwo anders in Ostdeutschland. Auf der anderen Seite ist der Chemiepark Leuna aber auch der gr\u00f6\u00dfte Stromverbraucher im Land. \u201eWir haben den Anspruch, dass wir in Leuna der nachhaltige Industriestandort in Deutschland sind\u201d, sagt Christof G\u00fcnther, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Betreibergesellschaft Infraleuna GmbH, \u00fcber den laufenden Umbau des Chemieparks.<\/p>\n<p>\u00dcber 100 Unternehmen aus elf Nationen mit mehr als 12.000 Besch\u00e4ftigten investieren hier zwei Milliarden Euro bis Ende 2024 in Forschung und die Transformation zur gr\u00fcnen Chemie in einem der gr\u00f6\u00dften Chemieparks Europas. Beispielsweise das <strong>Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt \u2013 kurz DLR<\/strong>. Es plant in Leuna den Aufbau und Betrieb einer Technologieplattform f\u00fcr Power-to-Liquid-Kraftstoffe. Ziel des Projektes: eine strombasierte Entwicklung von Kraftstoffen f\u00fcr den Flugverkehr.<\/p>\n<p>Strombasierte Kraftstoffe sind neben alternativen Antrieben und weiteren Steigerungen bei der Effizienz wichtige Schritte f\u00fcr den umweltvertr\u00e4glichen Flug- und Schiffsverkehr. \u201eDamit wird das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt neben dem <strong>Kompetenzzentrum f\u00fcr Unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt<\/strong> mit einer zweiten Einrichtung in Sachsen-Anhalt vertreten sein\u201c, begr\u00fc\u00dft Dr. Reiner Haseloff, Ministerpr\u00e4sident von Sachsen-Anhalt, die Standortwahl des DLR. \u201eMit der Entscheidung f\u00fcr den Chemiestandort Leuna wird der Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier weiter forciert\u201c, so Haseloff.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Transformation der Chemieindustrie steht beispielhaft das finnische Biochemie-Unternehmen <strong>UPM<\/strong>. Es baut in Leuna eine Bioraffinerie, mit der erneuerbare und neuartige Biochemikalien ab Ende 2024\u00a0produziert werden k\u00f6nnen. 750 Millionen Euro flie\u00dfen in die Fabrik, die aus nachhaltig erwirtschaftetem Laubholz Biochemikalien zur Fertigung von recyclingf\u00e4higen Materialien gewinnt. Diese erm\u00f6glichen eine Vielzahl von Anwendungen \u2013 etwa Bio-Monoethylenglykol, unverzichtbar f\u00fcr die Herstellung von PET-Flaschen und Polyestertextilien.<\/p>\n<p>Auch das Industriegase-Unternehmen Linde erweiterte in Leuna seine Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr Krypton und Xenon an seinem gr\u00f6\u00dften Gase-Produktionsstandort. Die neuen Anlagen zur Herstellung und Abf\u00fcllung der Edelgase sind die modernsten und geh\u00f6ren zugleich zu den weltweit gr\u00f6\u00dften.<\/p>\n<h3><strong>Chemieparks als R\u00fcckgrat der Wirtschaft<\/strong><\/h3>\n<p>Auch der <strong>Chemiepark Bitterfeld-Wolfen<\/strong> z\u00e4hlt zu den 13 Zukunftsorten des Landes. Hier produzieren traditionell Betriebe der Chlor-, Phosphor-, Farbstoff-, Pharma- und Fein-Chemie, mittlerweile aber auch Unternehmen der Batteriechemie und der Solarzellenfertigung. Ein Zukunftsprojekt im Chemiepark: Das Unternehmen <strong>AMG Lithium<\/strong> wird Ende 2023 eine Anlage f\u00fcr die Veredlung von Lithiumhydroxid in Batteriequalit\u00e4t in Betrieb nehmen. Zun\u00e4chst wird AMG Lithium 20.000 Tonnen Lithiumhydroxid in Batteriequalit\u00e4t j\u00e4hrlich produzieren \u2013 ausreichend f\u00fcr 500.000 E-Autos. Bis 2030 erh\u00f6ht sich die Menge auf 100.000 Tonnen pro Jahr.<\/p>\n<p>Im <strong>Dow-ValuePark der Dow Olefinverbund GmbH<\/strong> in Schkopau arbeitet mit dem Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum f\u00fcr Polymersynthese und -verarbeitung PAZ eine renommierte und in Europa einmalige Forschungseinrichtung, die neue Polymer-Produkte und innovative Technologien entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette entwickelt. Zuk\u00fcnftig sollen Leichtbau- und bio-basierte Materialien erd\u00f6lbasierte Polymere ersetzen. 2021 entstanden neue Anlagen f\u00fcr den thermoplastbasierten Leichtbau und f\u00fcr nachhaltige Reifenentwicklungen.<\/p>\n<p>Nahe der Lutherstadt Wittenberg befindet sich Deutschlands einziger <strong>Agro-Chemie-Park<\/strong>. Hier produziert mit der SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH einer der gr\u00f6\u00dften Ammoniak- und Harnstoffproduzenten Deutschlands und einer der gr\u00f6\u00dften Hersteller von AdBlue, einem Entstickungsmittel f\u00fcr Diesel-Fahrzeuge. Im Zuge der Gaskrise 2022 geriet das Werk bundesweit in die Schlagzeilen, als es seine AdBlue-Produktion herunterfahren musste. Das Unternehmen geh\u00f6rte bisher zu den Firmen mit dem h\u00f6chsten Erdgasverbrauch in Deutschland. Bis 2027 will die SKW Piesteritz nun auf Ok\u00f6strom umstellen. Dann sollen 100 Prozent des\u00a0Bedarfs mit selbsterzeugtem oder zugekauftem Strom aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.<\/p>\n<h3>Teil 4<\/h3>\n<h3><strong>Pharmaindustrie setzt auf Sachsen-Anhalt <\/strong><\/h3>\n<p>Neben der Chemieindustrie verf\u00fcgt auch die Pharmabranche \u00fcber ein starkes Standbein in Sachsen-Anhalt. Sie besch\u00e4ftigt dort zirka 5.400 Mitarbeitende. In Bitterfeld stellt beispielsweise die <strong>Bayer AG<\/strong> seit 1995 Arzneien f\u00fcr mehr als 50 L\u00e4nder her, u.a. Aspirin in allen Varianten. Und die Produktion im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen wird weiter ausgebaut. Zu den wichtigen Playern geh\u00f6rt auch die <strong>Salutas-Pharma GmbH<\/strong> mit rund 1.300 Mitarbeitenden an den Standorten Barleben und Osterweddingen. Sie verarbeitet rund 100 pharmazeutische Wirkstoffe zu knapp 8.000 verschiedenen Therapeutika. An die 8,6 Milliarden Tabletten und Kapseln pro Jahr liefert das Unternehmen f\u00fcr die Versorgung Deutschlands und 80 weiterer L\u00e4nder in Sachsen-Anhalt aus.<\/p>\n<p>Der Impfstoffhersteller <strong>IDT Biologika<\/strong>, ein fu\u0308hrender Produzent von Impfstoffen, viralen Vektoren fu\u0308r Gen- und Immuntherapeutika und onkolytischen Viren, ist mit rund 1.700 Mitarbeitenden das gr\u00f6\u00dfte Unternehmen im Biopharmapark Dessau. Das Traditionsunternehmen blickt auf eine \u00fcber 100-j\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck und hat sich mit der Auftragsfertigung und -entwicklung hochwertiger Humanimpfstoffe, Gen- und Zelltherapeutika sowie Biologika in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Daneben sind Unternehmen wie <strong>Ceva mit dem Ceva Innovation Center<\/strong> zur Forschung und Entwicklung von Schweine- und Tollwutimpfstoffen oder die <strong>Merz Group<\/strong>, die in Dessau-Ro\u00dflau f\u00fcr knapp 50 Prozent des gesamten Konzernumsatzes sorgt und dort rund 40 Millionen Euro in eine hochmoderne Abf\u00fcllanlage mit Isolatortechnik sowie ein Multifunktionsgeb\u00e4ude investiert hat, im <strong>Biopharmapark<\/strong> ans\u00e4ssig. Bei der mittelst\u00e4ndischen <strong>Serumwerk Bernburg AG<\/strong> steht neben bekannten Markenprodukten f\u00fcr Erk\u00e4ltungen und Wundheilungen die Veterin\u00e4rmedizin im Mittelpunkt. Die Palette der Bernburger umfasst hochwertige Tierarzneimittel zur Therapie und Prophylaxe von Erkrankungen bei Nutz- und Kleintieren.<\/p>\n<p>Und auch am <strong>Weinbergcampus in Halle (Saale)<\/strong> wird flei\u00dfig gebaut: Der Chemiekonzern <strong>WACKER<\/strong> hat im vergangenen Jahr den Ausbau seines dortigen Biotech-Standorts zum mRNA-Kompetenzzentrum begonnen. Die Produktionskapazit\u00e4ten in Halle werden sich im Zuge der Erweiterung mehr als verdreifachen und die Zahl der Mitarbeiter mehr als verdoppeln. \u201eMit dem Ausbau zum Kompetenzzentrum f\u00fcr mRNA-Wirkstoffe bringt WACKER eine Zukunftstechnologie nach Halle\u201c, versprach Melanie K\u00e4smarker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der <strong>WACKER Biotech GmbH<\/strong> anl\u00e4sslich des Spatenstichs am Weinbergcampus.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Teil 5<\/h3>\n<h3><strong>Energiebranche treibt die Entwicklung <\/strong><\/h3>\n<p>Die klimaneutrale Transformation der Schl\u00fcsselindustrien in Sachsen-Anhalt ben\u00f6tigt den raschen Ausbau regenerativer Energien. Bis 2032 m\u00fcssen deshalb in Sachsen-Anhalt 2,2 Prozent der Landesfl\u00e4che f\u00fcr Windkraft zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>In Sachsen-Anhalt drehten sich Mitte Februar laut Bundesnetzagentur 2.807 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von etwa 5.347 Megawatt. Damit arbeiten in Sachsen-Anhalt deutlich mehr Anlagen als in <a href=\"https:\/\/w3.windmesse.de\/windkraft\/Bayern\">Bayern<\/a> und Baden-W\u00fcrttemberg zusammen. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung des Landes liegt bei rund 62 Prozent. Die meisten Windr\u00e4der rotieren im Landkreis B\u00f6rde, gefolgt vom Salzlandkreis und dem Landkreis Stendal. Bei den im ersten Quartal 2023 erteilten Genehmigungen f\u00fcr geplante Windenergieanlagen steht Sachsen-Anhalt mit 24 Anlagen ebenfalls gut da.<\/p>\n<p>Das Land ist aber nicht nur Produzent gr\u00fcner Energie, sondern auch eine wichtige Durchgangsstation f\u00fcr den Stromtransport in den S\u00fcden Deutschlands. Am Umspannwerk Wolmirstedt wird aktuell etwa der erste Konverter f\u00fcr den SuedOstLink (SOL) gebaut, eines der wichtigsten Netzausbauprojekte f\u00fcr die Energiewende in Deutschland.<\/p>\n<p>Die Mercer Stendal GmbH betreibt im Norden des Landes nicht nur eines der modernsten Zellstoffwerke im Land, sondern am Standort Arneburg auch das gr\u00f6\u00dfte Kraftwerk f\u00fcr Biomasse in Deutschland. Nirgendwo in Deutschland kommen erneuerbare Energien in der industriellen Produktion deshalb so stark zum Einsatz wie im Landkreis Stendal. Denn das Biomassekraftwerk des Unternehmens versorgt nicht nur das Zellstoffwerk mit nachhaltiger Energie, sondern auch weitere Unternehmen und Haushalte in der Region.<\/p>\n<p>Im Salzlandkreis wird derweil das bislang gr\u00f6\u00dfte Batteriespeicherwerk Europas in Angriff genommen. Das deutsch-norwegische Unternehmen <strong>ECO STOR<\/strong> bringt daf\u00fcr 250 Millionen Euro auf. Der Baustart soll 2024 erfolgen. Das Speicherwerk wird insgesamt \u00fcber 300 Megawatt Leistung und 600 Megawattstunden Speicherkapazit\u00e4t verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Die <strong>TESVOLT AG<\/strong>, einer der Technologief\u00fchrer f\u00fcr Energiespeicherung im gewerblichen und industriellen Sektor, hat ihren Stammsitz in der Lutherstadt Wittenberg. Dort baut das Unternehmen eine neue Gigafactory mit einem Produktionsgeb\u00e4ude f\u00fcr Batteriespeicher sowie einem neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum.<\/p>\n<p>Vom Ende der Braunkohlef\u00f6rderung ist Sachsen-Anhalt nicht im selben Umfang betroffen wie die brandenburgische und s\u00e4chsische Lausitz. Dennoch muss auch die <strong>Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG)<\/strong> in Zeitz neue Gesch\u00e4ftsfelder erschlie\u00dfen. Das Unternehmen wird in den kommenden zehn Jahren 500 Millionen Euro in den gr\u00fcnen Umbau seiner Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit investieren.<\/p>\n<p>So laufen bereits Projekte f\u00fcr den Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen auf den rekultivierten Fl\u00e4chen der Braunkohletagebaue. Auch im Wasserstoffzeitalter soll die Region eine f\u00fchrende Rolle spielen, mit dem im Aufbau befindlichen Wasserstoff-Cluster Burgenlandkreis sowie dem geplanten Gro\u00df-Elektrolysestandort der MIBRAG in Profen. \u201eGerade f\u00fcr die Strukturwandelregion im S\u00fcden des Landes ist die Produktion und Nutzung von klimaneutralem Wasserstoff ein wichtiger Ansatz f\u00fcr Wertsch\u00f6pfung und Arbeitspl\u00e4tze\u201c, so Wissenschafts- und Energieminister Dr. Armin Willingmann.<\/p>\n<p>Nicht alles l\u00e4uft allerdings nach Plan: Das Solarunternehmen <strong>Meyer Burger<\/strong> will k\u00fcnftig seine Hochleistungs-Solarzellen im US-Bundesstaat Colorado produzieren und legt den geplanten Produktionsausbau in Bitterfeld-Wolfen zun\u00e4chst auf Eis. Damit hat die Diskussion um bessere Investitionsbedingungen in den USA auch den Standort Sachsen-Anhalt erreicht. Meyer Burger hatte mit der R\u00fcckkehr ins einstige Solar Valley die Hoffnung auf ein Wiederaufbl\u00fchen des Landes als Standort f\u00fcr die Solarindustrie befeuert.<\/p>\n<p>Zumindest in Sachen Technologie und Innovation ist Sachsen-Anhalt in der Solarindustrie weiter f\u00fchrend. Forscherinnen und Forscher des <strong>Fraunhofer-Center f\u00fcr Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale)<\/strong> haben beispielsweise erfolgreich eine Prozesskette entwickelt, um zum ersten Mal aus gebrauchten PV-Modulen solartaugliches Silizium zur\u00fcckzugewinnen. Das Verfahren ist ein wichtiges Projekt der Energiewende und der Kreislaufwirtschaft.<\/p>\n<h3>Teil 6 Logistik-<\/h3>\n<h3><strong>Logistik rollt im Land \u2013 Automotive und Maschinenbau im Wandel \u2013<\/strong><\/h3>\n<p>Nicht zuletzt seiner Lage an wichtigen West-Ost und Nord-S\u00fcd-Achsen geschuldet, zieht Sachsen-Anhalt auch die gro\u00dfen Unternehmen der Logistik-Branche an. Daimler Truck baut f\u00fcr die weltweite Ersatzteilversorgung von Mercedes-Benz-Lkw in Halberstadt einen komplett neuen Logistikstandort. Die Inbetriebnahme soll ab 2025 erfolgen. Der Standort bedient dann rund 20 regionale Logistikzentren weltweit. Das US-Unternehmen <strong>Avnet<\/strong> investiert unterdessen in Bernburg in ein Distributionszentrum f\u00fcr elektronische Bauteile. Schrittweise soll es 2024 in Betrieb genommen werden. Avnet will t\u00e4glich bis zu 19.000 Pakete an seine mehr als 30.000 Kunden weltweit ausliefern.<\/p>\n<p>Das westf\u00e4lische Familienunternehmen <strong>FIEGE<\/strong> wiederum errichtet sein neues Logistikzentrum in Barleben. Dort entsteht ein Multi-User-Standort f\u00fcr den Gesch\u00e4ftsbereich Healthcare mit 42.000 Quadratmeter Logistikfl\u00e4che. Und auch der Logistiker <strong>Rhenus Warehousing Solutions<\/strong> aus Nordrhein-Westfalen wird in S\u00fclzetal eine mehr als 70.000 Quadratmeter gro\u00dfe Gewerbefl\u00e4che beziehen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><strong>Automotive und Maschinenbau im Wandel<\/strong><\/h3>\n<p>Das sich abzeichnende Verbot des Verbrennungsmotors trifft auch Sachsen-Anhalt, ein Standort f\u00fcr Zulieferer der Autoproduktion in Niedersachsen, Sachsen und Th\u00fcringen. In Sachsen-Anhalt werden Komponenten f\u00fcr Verbrenunnungsmotoren oder Maschinen und Werkzeuge f\u00fcr die Automobilindustrie hergestellt. Sachsen-Anhalts gr\u00f6\u00dfter Automobilzulieferer, die <strong>IFA Group<\/strong> aus Haldensleben, etwa ist Spezialist f\u00fcr L\u00e4ngswellen f\u00fcr heck- und allradangetriebene Fahrzeuge mit Verbrenner-Motor und muss k\u00fcnftig auf von der Antriebsart unabh\u00e4ngige Seitenwellen umstellen. Auch <strong>LMG Manufacturing<\/strong> aus Hoym im Salzlandkreis fertigt Aluminium-Druck-Gussteile f\u00fcr die Automobilindustrie, die k\u00fcnftig speziell auf E-Autos zugeschnitten sein sollen. Schlie\u00dfen will hingegen bis Ende 2024 der Autozulieferer<strong> Magna<\/strong> sein Werk in Sandersdorf-Brehna.<\/p>\n<p>Doch auch an der Zukunft der Automobilindustrie wird in Sachsen-Anhalt gearbeitet. Im Gewerbegebiet Ostfalenpark wurde gerade der Grundstein fu\u0308r ein neues Forschungszentrum gelegt: Im <strong>Center for Method Development CMD<\/strong> werden bis zu 50 Ingenieurinnen und Ingenieure verschiedener Fakulta\u0308ten neue Verfahren fu\u0308r die nachhaltige Mobilita\u0308t entwickeln. Ziel ist es, die Entwicklungszeiten nachhaltiger Antriebsformen deutlich zu verku\u0308rzen und neuartigen Fahrzeugkonzepten einen schnelleren Zugang zum Markt zu ermo\u0308glichen.<\/p>\n<p>Die Betriebe des Maschinenbaus bleiben ebenfalls wichtige Arbeitgeber im Land, auch wenn Magdeburg heute nicht mehr als Zentrum des Schwermaschinenbaus fungiert. Mittlerweile liegt die Branche mit 15.000 Besch\u00e4ftigten eher im Mittelfeld der deutschen Maschinenbaustandorte. Kompetenzen besitzen die Maschinenbauer an Elbe und Saale im Bau von Pr\u00e4zisions- und Werkzeugmaschinen, von Hebezeugen und F\u00f6rdermitteln sowie Pumpen und Kompressoren. In Calbe unterh\u00e4lt die <strong>Doppstadt Calbe GmbH<\/strong> mit 450 Besch\u00e4ftigten einen der gr\u00f6\u00dften Produktionsstandorte f\u00fcr Recyclingmaschinen. <strong>Laempe M\u00f6ssner Sinto<\/strong> in Barleben ist weltweit einer der f\u00fchrenden Anbieter f\u00fcr gie\u00dfereitechnische L\u00f6sungen in der Kernfertigung und die <strong>FAM Gruppe<\/strong> in Magdeburg ist ein Komplettanbieter von Sch\u00fcttgutumschlags- und Aufbereitungsanlagen, die im letzten Jahr von der westf\u00e4lischen Beumer Group \u00fcbernommen wurde.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/2023\/09\/15\/2-21-09-2023-wm-laenderreport-sachsen-anhalt\/\">#2 21.09.2023 W+M-L\u00e4nderreport Sachsen-Anhalt<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/wirtschaft-markt.de\/\">Wirtschaft und Markt<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem L\u00e4nderreport Sachsen-Anhalt setzt Wirtschaft+Markt die im ersten Halbjahr 2023 mit Brandenburg, Th\u00fcringen begonnene Recherche-Serie fort. Auch diesen Report werden wir in mehreren Teilen ver\u00f6ffentlichen, denn es gibt mehr zu berichten, als man so gemeinhin denkt. Teil 1 \u2013 15.09.2023: Zahlen und Fakten zur Wirtschaft\/ Bekannte Marken Teil 2 \u2013 21.09.2023: Mit Intel auf der \u00dcberholspur Teil 3 \u2013 13.09.2023: Die Chemieparks als R\u00fcckgrat der Wirtschaft Teil 4 \u2013 20.09.2023: Pharmaindustrie setzt auf Sachsen-Anhalt Teil 5 \u2013 27.10.2023: Energiebranche treibt die Entwicklung Teil 6 \u2013 03.11.2023:\u00a0 Logistik rollt im Land \u2013 Automotive und Maschinenbau im Wandel Hier nun die Auftaktfolge. 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