{"id":12935,"date":"2026-02-24T06:30:00","date_gmt":"2026-02-24T05:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2026\/02\/24\/keine-kochbuch-koalitionen-ministerpraesident-sven-schulze-im-interview\/"},"modified":"2026-02-24T06:30:00","modified_gmt":"2026-02-24T05:30:00","slug":"keine-kochbuch-koalitionen-ministerpraesident-sven-schulze-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2026\/02\/24\/keine-kochbuch-koalitionen-ministerpraesident-sven-schulze-im-interview\/","title":{"rendered":"\u201eKeine Kochbuch-Koalitionen!\u201c Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze im Interview"},"content":{"rendered":"<p>Seit Ende Januar ist er der j\u00fcngste Ministerpr\u00e4sident Deutschlands. Sven Schulze regiert nun in Sachsen-Anhalt und steht dort vor herausfordernden Aufgaben. Im Interview mit ostdeutschland.info spricht er \u00fcber die politische und wirtschaftliche Lage in seinem Bundesland, den bevorstehenden Wahlkampf und m\u00f6gliche Koalitionen.<\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Deutschlands j\u00fcngster Ministerpr\u00e4sident, Sven Schulze (CDU), ist 1979 in Quedlinburg geboren. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur ist Vorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt. Von 2014 bis 2021 war er Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments und anschlie\u00dfend Landesminister f\u00fcr Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten. Abbildung: Rayk Weber<\/p>\n<\/div>\n<h2><span class=\"title-bg\">ostdeutschland.info: Herr Ministerpr\u00e4sident, am 28. Januar sind Sie bereits im ersten Wahlgang in Ihr Amt gew\u00e4hlt worden. Wie ist es Ihnen ergangen?<\/span><\/h2>\n<p><strong>Sven Schulze:<\/strong> Das war ein starkes Zeichen f\u00fcr unser Land. Es gibt eine breite Mehrheit im Landtag f\u00fcr mich als neuen Ministerpr\u00e4sidenten. Sogar einige aus der Opposition haben mich gew\u00e4hlt. Das gibt mir R\u00fcckenwind f\u00fcr meine Arbeit und best\u00e4rkt mich auf meinem Weg, unser Sachsen-Anhalt weiter auf Kurs zu bringen.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Wo werden Sie andere Schwerpunkte als Ihr Amtsvorg\u00e4nger Reiner Haseloff setzen?<\/span><\/h2>\n<p>Ich will unser Land klar auf Wachstumskurs ausrichten. Mehr Arbeitspl\u00e4tze, gute L\u00f6hne, mehr Unternehmen ins Land holen, die starken Branchen st\u00e4rken und mit neuen Ideen frischen Wind ins Land bringen. Rainer Haseloff war sehr aktiv f\u00fcr unser Land, ich \u00fcbernehme jetzt und werde auch neue Wege gehen. Vier Beispiele:<\/p>\n<p>Ich will, dass wir bei der Bundeswehr auch Standort f\u00fcr die Produktion werden und nicht nur viel Personal stellen.<br \/>\nIch will, dass die Energiepreise f\u00fcr Unternehmen sinken, damit die Betriebe und Industrien wirtschaftlich produzieren k\u00f6nnen.<br \/>\nIch will, dass unsere Landwirtschaft mit modernster Technologie arbeiten kann.<br \/>\nIch will, dass die Lehrinhalte an unseren Schulen deutlich mehr auf die sp\u00e4tere Berufspraxis ausgerichtet werden.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Seit 2021 waren Sie Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt. Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Ihrem Bundesland?<\/span><\/h2>\n<p>Als Ministerpr\u00e4sident ist Wirtschaftspolitik Chefsache der gesamten Staatskanzlei. Deutschland steht unter Druck: zu hohe Energiepreise, Fachkr\u00e4ftemangel, internationale Wettbewerbsverzerrungen durch Z\u00f6lle und zu viel B\u00fcrokratie, die uns aus Br\u00fcssel, Berlin und auch durch uns selbst auferlegt wird. Sachsen-Anhalt ist als Industrieland davon besonders betroffen. Aber: Wir haben nicht gewartet. Wir haben B\u00fcrokratie abgebaut, kleine und mittlere Unternehmen entlastet, und wir werden das weiter tun in dem Rahmen, wie wir Land abbauen k\u00f6nnen. Wir wollen gezielt in Fachkr\u00e4ftesicherung investieren und massiv um neue Ansiedlungen werben. Sachsen-Anhalt ist heute ein moderner Industriestandort. Ich will, dass wir noch attraktiver f\u00fcr Investitionen und technologisch international wettbewerbsf\u00e4hig werden.<\/p>\n<p>Klar ist aber auch: Viele Probleme, mit denen wir hier zu k\u00e4mpfen haben, entstehen gar nicht hier bei uns in Sachsen-Anhalt. Da kommt vieles aus Br\u00fcssel und Berlin. Deshalb habe ich dort immer wieder deutlich gemacht, was unsere Unternehmen brauchen: bezahlbare Energie und faire Wettbewerbsbedingungen. Dort bewegt sich inzwischen etwas.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Was l\u00e4uft gut in Sachsen-Anhalt: wirtschaftlich und dar\u00fcber hinaus?<\/span><\/h2>\n<p>Internationale Unternehmen investieren bei uns, zum Beispiel in Leuna, M\u00f6ckern und Bernburg. Das ist ein gutes Zeichen, denn es zeigt: Sachsen-Anhalt steht im Fokus globaler Investoren. Wir sind ein wettbewerbsf\u00e4higer Industriestandort im Herzen Europas. Gleichzeitig modernisieren wir den Staat. Mit den zus\u00e4tzlichen Mitteln f\u00fcr Infrastruktur und Klimaschutz investieren wir gezielt in Digitalisierung, schnellere Verfahren und weniger B\u00fcrokratie. Unser Anspruch ist klar: Der Staat muss schneller, schlanker und serviceorientierter werden.<\/p>\n<p>Der Staat muss schneller, schlanker und serviceorientierter werden.\u201c<\/p>\n<p>Und was mich besonders freut: Die Menschen in Sachsen-Anhalt sind \u00fcberwiegend zufrieden mit ihrem Leben hier im Land und blicken positiv in die Zukunft. Das Vertrauen in unsere Polizei und Justiz ist hoch. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von fokussierter politischer Arbeit.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Welche Chancen hat Sachsen-Anhalt?<\/span><\/h2>\n<p>Unsere Lage im Herzen Deutschlands ist ein gro\u00dfer Standortvorteil. Wir sind logistischer Knotenpunkt und bauen unsere Infrastruktur konsequent weiter aus. Das schafft Tempo f\u00fcr Investitionen. Wirtschaftlich sind wir breit aufgestellt: vom starken Handwerk \u00fcber Maschinenbau und Chemie bis hin zu erneuerbaren Energien und Batterietechnologie. Dazu kommen leistungsf\u00e4hige Hochschulen mit Schwerpunkten in Zukunftsfeldern wie Biotechnologie und Medizintechnik.<\/p>\n<p>Sachsen-Anhalt ist bereit \u2013 weil die Menschen hier bereit sind. Und das macht mich stolz.\u201c<\/p>\n<p>Aber die gr\u00f6\u00dfte Chance sind die Menschen in unserem Land. Wir haben gelernt, mit tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen umzugehen \u2013 von der Wende bis zum Strukturwandel in der Energiepolitik. Diese Erfahrung macht uns widerstandsf\u00e4hig und offen f\u00fcr Neues. Ob Digitalisierung, k\u00fcnstliche Intelligenz oder industrielle Transformation: Wir werden diese Ver\u00e4nderungen aktiv gestalten. Sachsen-Anhalt ist bereit \u2013 weil die Menschen hier bereit sind. Und das macht mich stolz.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Im Mai 2025 haben wir ein <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/sachsen-anhalt-bleibt-ein-land-der-chancen-interview-mit-wirtschaftsminister-sven-schulze\/\">Interview mit Ihnen<\/a> ver\u00f6ffentlicht, in dem Sie auf sp\u00fcrbare Verbesserungen durch die neue Bundesregierung f\u00fcr die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt und ganz Ostdeutschland setzen. Ein \u201eWeiter so\u201c d\u00fcrfe es nicht geben. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisher auf den Weg Gebrachten?<\/span><\/h2>\n<p>Die neue Bundesregierung hat die Probleme erkannt und wichtige Ma\u00dfnahmen auf den Weg gebracht. Zur Senkung der Energiekosten wurde die Gasspeicherumlage abgeschafft, die Stromsteuer f\u00fcr produzierende Unternehmen gesenkt, ein Zuschuss zu den \u00dcbertragungsnetzentgelten eingef\u00fchrt. Gemeinsam mit der EU-Kommission werden weitere Schritte folgen. Auch die Einigung auf eine gemeinsame Modernisierungsagenda von Bund und L\u00e4ndern ist erfreulich. Mit \u00fcber 200 Ma\u00dfnahmen wird auf Bundesebene B\u00fcrokratie abgebaut und werden Verwaltungsprozesse beschleunigt. Seit unserem letzten Gespr\u00e4ch wurden also viele Ver\u00e4nderungen eingeleitet. Mir ist wichtig, dass alle Ma\u00dfnahmen nun z\u00fcgig umgesetzt werden.<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">\u201eDer Sozialstaat darf nicht die Wirtschaft fressen, denn soziale Sicherheit kommt nur aus wirtschaftlicher St\u00e4rke.\u201c Das ist Sven Schulzes Agenda. Abbildung: Rayk Weber<\/p>\n<\/div>\n<h2><span class=\"title-bg\">Empf\u00e4nger von Sozialleistungen sollen gemeinn\u00fctzige Arbeit leisten \u2013 Ihr Vorschlag hat j\u00fcngst hohe Wellen geschlagen. Wie ist er konkret gemeint?<\/span><\/h2>\n<p>Wer vom Geld der Steuerzahler lebt und arbeiten k\u00f6nnte, es aber nicht tut, dem m\u00fcssen wir ein neues Angebot machen. Und wenn er das ablehnt, dann muss ihm die Unterst\u00fctzung gek\u00fcrzt werden. Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Mir geht es um die Gruppe von Menschen, bei denen Vermittlung, Qualifizierung und F\u00f6rderung seit Jahren nicht mehr greifen. Das sind Menschen, die den Anschluss verloren haben \u2013 an Tagesstruktur, Verl\u00e4sslichkeit und oft auch an berufliche Routinen. Das m\u00fcssen wir \u00e4ndern, das ist gut f\u00fcr die Menschen und f\u00fcr unser Sozialsystem. Ganz wichtig ist mir: Der Sozialstaat darf nicht die Wirtschaft fressen, denn soziale Sicherheit kommt nur aus wirtschaftlicher St\u00e4rke. Das ist meine Agenda.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Im Januar forderte CSU-Chef S\u00f6der eine Zusammenlegung kleinerer Bundesl\u00e4nder. Wie gut gef\u00e4llt Ihnen die Idee, mit Th\u00fcringen und Sachsen oder gar allen \u201eneuen\u201c Bundesl\u00e4ndern zu fusionieren?<\/span><\/h2>\n<p>Wir m\u00fcssen unser Bundesland nicht mit anderen zusammenlegen. Aber was wir zusammenlegen k\u00f6nnen, sind Verwaltungen, die auch mehrere L\u00e4nder abdecken k\u00f6nnen. Das haben wir begonnen.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Der 1994 in Sachsen-Anhalt geborene Influencer Alexander Prinz formuliert in seinem aktuellen Buch einen \u201eOststolz\u201c auf das seit der Wende Erreichte im Gegensatz zur Opferrolle. F\u00fcr Sie die richtige Einstellung?<\/span><\/h2>\n<p>Ich halte nichts von einer Opferhaltung. Uns Ostdeutschen steht Selbstbewusstsein viel besser, weil wir oft mehr erreicht haben als mancher im Westen. Was die Menschen in Ostdeutschland im Umbruch und nach der Einheit geleistet haben, davor habe ich ganz hohen Respekt. Jede Familie hat doch erlebt, wie schwer es ist, in einem neuen politischen System erfolgreich zu sein. Und den allermeisten ist das gelungen. Darauf k\u00f6nnen wir stolz sein und d\u00fcrfen uns nicht selbst kleinreden.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Welche Bedeutung hat Ostdeutschland f\u00fcr Deutschland?<\/span><\/h2>\n<p>Ganz klar: Ostdeutschland ist heute ein Erfolgsfall. Was hier in den letzten 35 Jahren geleistet wurde, ist enorm. Die Menschen in Ostdeutschland haben einen kompletten Systemwechsel gemeistert, wirtschaftliche Umbr\u00fcche verkraftet und ihre Regionen Schritt f\u00fcr Schritt neu aufgebaut. Mit Flei\u00df, Mut und einem unglaublichen Gestaltungswillen. Darauf k\u00f6nnen wir stolz sein. Heute ist Ostdeutschland modern, innovativ und attraktiv f\u00fcr internationale Unternehmensansiedlungen. Das zeigt: Wir sind l\u00e4ngst Teil der L\u00f6sung f\u00fcr die wirtschaftliche St\u00e4rke Deutschlands.<\/p>\n<p>Ostdeutschland ist l\u00e4ngst Teil der L\u00f6sung f\u00fcr die wirtschaftliche St\u00e4rke Deutschlands.\u201c<\/p>\n<p>Zudem bringen die Menschen in Ostdeutschland eine besondere Erfahrung ein: Wir wissen, wie Transformation funktioniert. Wir wissen, wie man mit Br\u00fcchen umgeht. Dieses Wissen ist heute wertvoller denn je \u2013 f\u00fcr ganz Deutschland. Und ich sage ganz klar: Niemand muss unsere L\u00e4nder mehr verlassen, weil es keine Perspektiven gibt. Im Gegenteil. Wir bieten Chancen, gute Arbeitspl\u00e4tze, Lebensqualit\u00e4t und Gestaltungsspielraum. Sachsen-Anhalt und die ostdeutschen L\u00e4nder sind Impulsgeber. Und ich bin stolz darauf, dass wir zeigen: Mit Entschlossenheit, Verl\u00e4sslichkeit und harter Arbeit kann man aus gro\u00dfen Umbr\u00fcchen gro\u00dfe Chancen machen.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">In diesem Jahr werden 100 Jahre Bauhaus in Dessau gefeiert. Was verbinden Sie mit der Bauhaus-Schule?<\/span><\/h2>\n<p>Das Bauhaus ist seit 1925 ein zentraler Teil der Geschichte unseres Landes. Hier sind die Bauwerke entstanden, die heute weltweit bekannt sind. Heute ist das Bauhaus UNESCO-Welterbe und damit kulturelles Aush\u00e4ngeschild Sachsen-Anhalts. Menschen aus aller Welt kommen zu uns nach Dessau, um diesen Ort zu erleben. Das st\u00e4rkt unseren Tourismus, unsere regionale Wirtschaft und damit die gesamte Region. Und es tr\u00e4gt dazu bei, dass Sachsen-Anhalt international wahrgenommen wird. F\u00fcr unser Land ist das Bauhaus deshalb weit mehr als ein Kapitel der Kulturgeschichte. Das Bauhaus steht bis heute f\u00fcr Offenheit, f\u00fcr Freiheit der Kunst und f\u00fcr eine Gesellschaft, die Neues zul\u00e4sst. Diese Haltung ist f\u00fcr mich keine historische Randnotiz. Sie geh\u00f6rt zum Selbstverst\u00e4ndnis unseres Landes.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Am 6. September finden in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. In den Medien kursieren Begriffe wie \u201eBlutwurstkoalition\u201c (CDU mit SPD und Linke) und \u201eRote-Bete-Koalition\u201c, wenn sogar das BSW noch hinzuk\u00e4me. Welche Koalitionen schlie\u00dfen Sie aus?<\/span><\/h2>\n<p>Ich halte schon sprachlich nichts von den Kochbuch-Koalitionen.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Sie haben den CDU-Wahlkampf bei den vorangegangenen Landtagswahlen geleitet. Worauf wird es diesmal vor allem ankommen?<\/span><\/h2>\n<p>Unsere Botschaft ist klar und einfach: Sachsen-Anhalt st\u00e4rker machen. Das geht nur mit uns. Das geht nur mit mir.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Sie haben das letzte Wort \u2026<\/span><\/h2>\n<p>Auf ein selbstbewusstes Ostdeutschland!<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Vielen Dank.<\/span><\/h2>\n<p><em>Die Fragen stellte Robert Nehring.<\/em><\/p>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/sven-schulze-ich-halte-sprachlich-nichts-von-den-kochbuch-koalitionen\/\">\u201eKeine Kochbuch-Koalitionen!\u201c Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze im Interview<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/\">ostdeutschland.info<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ende Januar ist er der j\u00fcngste Ministerpr\u00e4sident Deutschlands. Sven Schulze regiert nun in Sachsen-Anhalt und steht dort vor herausfordernden Aufgaben. Im Interview mit ostdeutschland.info spricht er \u00fcber die politische und wirtschaftliche Lage in seinem Bundesland, den bevorstehenden Wahlkampf und m\u00f6gliche Koalitionen. Deutschlands j\u00fcngster Ministerpr\u00e4sident, Sven Schulze (CDU), ist 1979 in Quedlinburg geboren. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur ist Vorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt. Von 2014 bis 2021 war er Mitglied des Europ\u00e4ischen Parlaments und anschlie\u00dfend Landesminister f\u00fcr Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten. Abbildung: Rayk Weber ostdeutschland.info: Herr Ministerpr\u00e4sident, am 28. Januar sind Sie bereits im ersten Wahlgang in Ihr Amt gew\u00e4hlt worden. 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