{"id":12927,"date":"2026-01-22T06:30:00","date_gmt":"2026-01-22T05:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2026\/01\/22\/jobtausch-als-win-win-interview-mit-felix-nawroth\/"},"modified":"2026-01-22T06:30:00","modified_gmt":"2026-01-22T05:30:00","slug":"jobtausch-als-win-win-interview-mit-felix-nawroth","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2026\/01\/22\/jobtausch-als-win-win-interview-mit-felix-nawroth\/","title":{"rendered":"Jobtausch als Win-Win: Interview mit Felix Nawroth"},"content":{"rendered":"<p>Felix Nawroth ist in seine Heimat Chemnitz zur\u00fcckgekehrt und hat dort 2020 JobSwop.io gegr\u00fcndet, eine App, die Jobtausche erm\u00f6glicht. Wir sprachen mit ihm dar\u00fcber, wie er darauf gekommen ist und wie das Ganze konkret funktioniert.<\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Felix Nawroth, Gr\u00fcnder von JobSwop.io. Abbildung: Markus Esche<\/p>\n<\/div>\n<h2><span class=\"title-bg\">ostdeutschland.info: Felix, mit JobSwop.io hast du eine App zum Jobtausch gelauncht. Was hat es damit auf sich?<\/span><\/h2>\n<p><strong>Felix Nawroth:\u00a0<\/strong>Mit JobSwop.io adressieren wir ein Kernproblem unseres aktuellen Arbeitsmarktes: den massiven Verlust an Potenzial durch mangelnde Transparenz. Derzeit liegt der Fokus fast ausschlie\u00dflich auf der Verwaltung offener Stellen. Das ist eine rein symptomatische Betrachtung, die eine entscheidende Ressource \u00fcbersieht.<\/p>\n<p>Wir machen stattdessen die stetig wachsende Zahl an wechselbereiten Menschen sichtbar und mit ihnen die Jobs, die sie aktuell noch besetzen. Oft scheitert ein Wechsel nicht an mangelnder Qualifikation, sondern an fehlender Sichtbarkeit von Alternativen im direkten Umfeld.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jobswop.io\/\">JobSwop.io<\/a> erm\u00f6glicht es diesen Menschen, ihre Arbeitspl\u00e4tze firmen\u00fcbergreifend und dauerhaft zu tauschen. Wir schaffen damit einen Mechanismus, der Passung optimiert, bevor langwierige Vakanzen entstehen. Es geht mir darum, den Arbeitsmarkt nicht nur zu verwalten, sondern ihn durch intelligente Datennutzung effizienter und f\u00fcr den Einzelnen lebenswerter zu gestalten.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Wie funktioniert das f\u00fcr den Nutzer konkret?<\/span><\/h2>\n<p>Der Prozess folgt einer klaren, datengesteuerten Logik. Fachkr\u00e4fte registrieren sich kostenfrei und legen ein anonymes Profil an, das auf ihrem aktuellen Job sowie dem Ist- und Wunsch-Arbeitsort basiert. Ein Algorithmus, der auf einem EU-Standard f\u00fcr Qualifikationen beruht, identifiziert dann pr\u00e4zise Tauschpaare.<\/p>\n<p>Der entscheidende Unterschied zu klassischen Portalen ist der, dass der Austausch zun\u00e4chst exklusiv auf Arbeitnehmerebene stattfindet. Das ist hocheffizient, da Informationen \u00fcber Arbeitsinhalte und Unternehmenskultur aus erster Hand flie\u00dfen, ohne den Filter einer Recruiting-Abteilung. Erst wenn beide Seiten \u00fcberzeugt sind, werden die Unternehmen einbezogen, um den Tausch formal zu vollziehen. Durch diese offene und transparente Kommunikation auf Augenh\u00f6he wird der Arbeitsplatzwechsel von einem unsicheren Wagnis zu einer logischen Optimierung der Lebensqualit\u00e4t. Wir reduzieren so die systemische Verschwendung von Lebenszeit durch unn\u00f6tige Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Wie bist du auf die Idee gekommen?<\/span><\/h2>\n<p>Die Idee entstand aus einer pers\u00f6nlichen Frustration. Nach dem Studium verbrachte ich selbst als Berufspendler t\u00e4glich anderthalb Stunden im Auto. Diese Zeit ist ein Niemandsland, sie ist weder produktive Arbeit noch regenerative Erholung, sondern reine Verschwendung von Lebenszeit.<\/p>\n<p>Irgendwann bemerkte ich die Absurdit\u00e4t dieser Situation. Jeden Morgen kamen mir die gleichen Menschen entgegen, die zum Feierabend wieder in meine Gegenrichtung fuhren. Ich stellte mir die logische Frage, warum fahren wir eigentlich aneinander vorbei? Wenn nur einer dieser Pendler eine \u00e4hnliche Qualifikation h\u00e4tte, k\u00f6nnten wir die Stellen einfach tauschen. Wir beide k\u00f6nnten dort arbeiten, wo wir leben, und uns die Fahrerei sparen.<\/p>\n<p>Doch mir wurde auch klar, selbst wenn dieses perfekte Gegenst\u00fcck existiert, w\u00fcrden wir nie voneinander erfahren. Der aktuelle Arbeitsmarkt macht besetzte Stellen und die Wechselbereitschaft der Menschen dahinter nicht sichtbar. Wir verwalten Vakanzen, aber keine Potenziale. Dieser Entschluss, diese systemische Unsichtbarkeit zu durchbrechen und N\u00e4he durch Daten wieder m\u00f6glich zu machen, war die Geburtsstunde von JobSwop.io.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\"><strong>Welche Vorteile bietet ein Jobtausch?<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Die Vorteile sind vielschichtig und adressieren beide Seiten des Marktes. F\u00fcr Arbeitnehmende bedeutet ein Jobtausch vor allem Empowerment. Sie erhalten Zugriff auf eine gr\u00f6\u00dfere Auswahl passgenauer Optionen und profitieren vom ungefilterten Austausch mit dem direkten Vorg\u00e4nger. Ein entscheidender psychologischer und struktureller Faktor ist zudem, dass man seine eigene Nachbesetzung quasi im Gep\u00e4ck hat. Das senkt die H\u00fcrde f\u00fcr eine berufliche Ver\u00e4nderung massiv, da man das eigene Unternehmen nicht mit einer Vakanz zur\u00fcckl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Hieraus ergibt sich unmittelbar der Vorteil f\u00fcr die Unternehmen. Stellen werden ohne Zeitverzug neu besetzt. Da die fachliche und kulturelle Passung bereits im Vorfeld intensiv auf Arbeitnehmerebene gepr\u00fcft wurde, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit extrem hoch. Wir verstehen JobSwop.io daher als eine Art \u201eMitarbeiterempfehlung 2.0\u201c. Es ist ein effizienter Mechanismus, der das Risiko von Fehlbesetzungen minimiert und gleichzeitig die echte Passung im Arbeitsmarkt erh\u00f6ht.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Wie viele Nutzer sind registriert und wie viele Personen haben schon \u00fcber euch den Job getauscht?<\/span><\/h2>\n<p>Aktuell sind rund 5.900 Nutzer bei uns registriert. Was mich besonders freut: Wir konnten daraus schon mehr als 6.600 potenzielle Tausch-Matches erkennen. Das zeigt deutlich, dass mit jedem neuen Gesicht auf der Plattform die Chance f\u00fcr alle anderen \u00fcberproportional w\u00e4chst. Es entsteht eine richtige Dynamik.<\/p>\n<p>Wie viele am Ende wirklich den Job getauscht haben, k\u00f6nnen wir aktuell noch nicht genau an einer Zahl festmachen. Im Moment konzentrieren wir uns prim\u00e4r darauf, die passenden Menschen zusammenzubringen. Der eigentliche Tausch findet dann oft direkt zwischen den Paaren und den Unternehmen statt, ohne dass wir jedes Detail erfahren. Wir arbeiten aber gerade daran, diesen Weg k\u00fcnftig enger zu begleiten. Wir wollen einfach mehr Erfolgsgeschichten sehen und den Prozess f\u00fcr alle Beteiligten noch reibungsloser machen.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Wie viel Potenzial seht ihr in eurem Konzept?<\/span><\/h2>\n<p>Das Potenzial ist enorm, da wir einen blinden Fleck am Arbeitsmarkt adressieren. Die Zahl der wechselbereiten Menschen ist um ein Vielfaches h\u00f6her als die Anzahl der offiziell gemeldeten offenen Stellen. Gemeinsam mit dem IAB (Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) haben wir Pendlerstr\u00f6me tiefgreifend analysiert. Die Ergebnisse sind eindeutig. In unterschiedlichsten Konstellationen ergibt sich ein gewaltiges Tauschpotenzial.<\/p>\n<p>In Regionen wie Chemnitz-Leipzig oder zwischen Chemnitz und dem Umland wie Limbach-Oberfrohna lag das rechnerische Tauschpotenzial bei \u00fcber 50 Prozent. Das beweist, dass das Modell sowohl zwischen gro\u00dfen Ballungszentren als auch im Verh\u00e4ltnis von Stadt und Land hervorragend funktioniert. Wir reden hier nicht von einer Nische, sondern von einer echten Hebelwirkung f\u00fcr die regionale Wirtschaftskraft und die Lebensqualit\u00e4t der Menschen. Wenn wir dieses Potenzial heben, l\u00f6sen wir eines der gr\u00f6\u00dften Effizienzprobleme unserer Zeit.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Eure Firma sitzt in Chemnitz \u2013 wie leicht war es zu gr\u00fcnden?<\/span><\/h2>\n<p>Das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Grunds\u00e4tzlich halte ich die b\u00fcrokratischen Voraussetzungen f\u00fcr Firmengr\u00fcndungen in Deutschland f\u00fcr viel zu umst\u00e4ndlich. Das ist aber kein Chemnitz-spezifisches Problem, sondern ein allgemeines.<\/p>\n<p>Sachsen gleicht das wiederum durch eine sehr breite und vielf\u00e4ltige F\u00f6rderlandschaft aus. Auch wenn die Wege dorthin manchmal etwas b\u00fcrokratisch sind, ist die Unterst\u00fctzung f\u00fcr Startups hier grunds\u00e4tzlich sehr gut aufgestellt.<\/p>\n<p>Die eigentliche Herausforderung in Chemnitz liegt eher im Mindset. Die Unternehmenslandschaft ist noch stark von eher konservativen Gesch\u00e4ftsmodellen gepr\u00e4gt. Da ist es nicht immer leicht, mit einer abstrakten und progressiven Idee wie JobSwop.io sofort auf offene Ohren zu sto\u00dfen. Man braucht Ausdauer, um den Mehrwert neuer, digitaler Ans\u00e4tze in einem traditionell gewachsenen Umfeld zu vermitteln. Aber genau dieser Reibungspunkt bietet eben auch die Chance, echte Transformation dort anzusto\u00dfen, wo sie gebraucht wird.<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">JobSwop.io in \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c. Abbildung: RTL\/Bernd-Michael Maurer<\/p>\n<\/div>\n<h2><span class=\"title-bg\">2023 wart ihr in der Vox-Sendung \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c, Carsten Maschmeyer bot euch einen Deal an \u2026<\/span><\/h2>\n<p>Der Deal ist im Nachgang zwar nicht zustande gekommen, aber die Teilnahme war f\u00fcr uns eine unglaublich wertvolle Erfahrung. Der Auftritt hat uns eine enorme Aufmerksamkeit beschert. Pl\u00f6tzlich war man pr\u00e4sent und wurde in Gespr\u00e4chen ganz anders wahrgenommen.<\/p>\n<p>Allerdings gab es auch einen Lerneffekt. Wir mussten feststellen, dass das Interesse oft eher der TV-Show galt als unserem eigentlichen Vorhaben. Viele Menschen wussten zwar, dass ich im Fernsehen war, konnten aber dennoch nicht genau sagen, was JobSwop.io eigentlich macht oder welches systemische Problem wir l\u00f6sen. Das hat uns gezeigt, dass Reichweite allein noch kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine komplexe Vision schafft. F\u00fcr uns war es der Ansporn, unser eigentliches Ziel, die Aufl\u00f6sung des Pendler-Paradoxons, noch klarer und unabh\u00e4ngiger vom medialen Hype zu kommunizieren. Die Show war ein tolles Sprungbrett, aber die echte Arbeit an der neuen Arbeitswelt findet abseits der Kameras statt.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Was hat es mit der Initiative INAKS auf sich?<\/span><\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/inaks.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">INAKS<\/a> steht f\u00fcr \u201eInitiative Neue ArbeitsKultur Sachsen\u201c und ist f\u00fcr uns der logische Schritt, um den eigentlichen Mehrwert des Jobtausches besser zu verdeutlichen. Wir haben gemerkt, dass es nicht reicht, nur ein technisches Tool anzubieten. Wir m\u00fcssen das Bewusstsein f\u00fcr die zugrunde liegende Idee sch\u00e4rfen.<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Neue N\u00e4he &#8211; Magazin f\u00fcr lokale Arbeitskultur. Abbildung: JobSwop.io<\/p>\n<\/div>\n<p>Im Zuge dessen haben wir das Magazin \u201eNeue N\u00e4he \u2013 Magazin f\u00fcr lokale Arbeitskultur\u201c erstellt. Uns geht es dabei ausdr\u00fccklich nicht darum, JobSwop.io als Plattform plump zu promoten. Vielmehr wollen wir das enorme Potenzial lokaler Arbeit sichtbar machen und den Jobtausch als effektives Instrument f\u00fcr eine modernere Arbeitswelt erkl\u00e4ren. Wir m\u00f6chten zeigen, wie N\u00e4he die Lebensqualit\u00e4t verbessert, Stress reduziert und die regionale Bindung st\u00e4rkt. INAKS ist somit das inhaltliche Dach, unter dem wir die Vision einer effizienten, menschzentrierten Arbeitskultur in Sachsen und dar\u00fcber hinaus vorantreiben. Es geht um den Wechsel von der Mobilit\u00e4ts- zur Motivationskultur.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">JobSwop.io und Ostdeutschland \u2013 warum passt das gut zusammen?<\/span><\/h2>\n<p>Ostdeutschland, und speziell Sachsen, ist gepr\u00e4gt von einer sehr kleinteiligen Industrielandschaft. Hier dominieren Kleinst- und Kleinbetriebe, die \u00fcber die gesamte Fl\u00e4che verteilt sind. Es fehlen oft die gro\u00dfen \u201eLeuchtturm-Unternehmen\u201c, die als Magnete und Identifikationspunkte f\u00fcr Ballungszentren dienen.<\/p>\n<p>Genau deshalb ist es hier so entscheidend, das vorhandene Fachkr\u00e4ftepotenzial optimal zu verteilen. Wenn die Arbeit in der Fl\u00e4che stattfindet, muss auch die Passung in der Fl\u00e4che funktionieren. JobSwop.io setzt genau dort an. Wir machen die lokale N\u00e4he nutzbar. Ostdeutschland kann hier zum Vorreiter und zur Blaupause f\u00fcr \u00e4hnlich strukturierte Regionen in ganz Europa werden, die vor derselben Herausforderung stehen.<\/p>\n<p>Deshalb passt unser Konzept so gut hierher. Wir verwandeln die vermeintliche Schw\u00e4che der Kleinteiligkeit in eine St\u00e4rke, indem wir durch intelligente Vernetzung kurze Wege und mehr Lebensqualit\u00e4t erm\u00f6glichen. Wir zeigen, dass moderne Arbeitskultur auch ohne den Hype der Mega-Metropolen funktioniert.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\"><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><em>Die Fragen stellte Robert Nehring.<\/em><\/p>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/jobtausch-als-win-win-interview-mit-felix-nawroth\/\">Jobtausch als Win-Win: Interview mit Felix Nawroth<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/\">ostdeutschland.info<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Felix Nawroth ist in seine Heimat Chemnitz zur\u00fcckgekehrt und hat dort 2020 JobSwop.io gegr\u00fcndet, eine App, die Jobtausche erm\u00f6glicht. Wir sprachen mit ihm dar\u00fcber, wie er darauf gekommen ist und wie das Ganze konkret funktioniert. Felix Nawroth, Gr\u00fcnder von JobSwop.io. Abbildung: Markus Esche ostdeutschland.info: Felix, mit JobSwop.io hast du eine App zum Jobtausch gelauncht. Was hat es damit auf sich? Felix Nawroth:\u00a0Mit JobSwop.io adressieren wir ein Kernproblem unseres aktuellen Arbeitsmarktes: den massiven Verlust an Potenzial durch mangelnde Transparenz. Derzeit liegt der Fokus fast ausschlie\u00dflich auf der Verwaltung offener Stellen. Das ist eine rein symptomatische Betrachtung, die eine entscheidende Ressource \u00fcbersieht. 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