{"id":12901,"date":"2025-12-04T07:00:00","date_gmt":"2025-12-04T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2025\/12\/04\/marketing-im-osten-wo-die-deutschen-unterschiedlich-ticken-und-kaufen\/"},"modified":"2025-12-04T07:00:00","modified_gmt":"2025-12-04T06:00:00","slug":"marketing-im-osten-wo-die-deutschen-unterschiedlich-ticken-und-kaufen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2025\/12\/04\/marketing-im-osten-wo-die-deutschen-unterschiedlich-ticken-und-kaufen\/","title":{"rendered":"Marketing im Osten: Wo die Deutschen unterschiedlich ticken und kaufen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn es um Marken, Marketing und Medien geht, bildet Ostdeutschland einen eigenen Identit\u00e4tsraum, der er eine entsprechende Ansprache erfordert. Das hat die Werbeagentur Zebra Group mithilfe einer Umfrage herausgefunden.<\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Nur noch zehn Prozent der jungen Ostdeutschen konsumieren klassische Medien (im Westen jeder Zweite). Daf\u00fcr liegen sie der Zebra-Studie zufolge bei der Nutzung neuer Medien vorn. Abbildung: Lev Dolgachov, Depositphotos<\/p>\n<\/div>\n<p>2024 beauftragte die Zebra Group das Marktforschungsinstitut Civey <a href=\"https:\/\/zebra.de\/ost-west-studie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit einer Studie<\/a> unter Deutschen in den Kategorien \u201eVorwende-Ostdeutsche\u201c und \u201eVorwende-Westdeutsche\u201c (geboren vor 1989) sowie \u201eNachwende-Ostdeutsche\u201c und \u201eNachwende-Westdeutsche\u201c (geboren nach 1989). Insgesamt wurden 5.000 Personen \u00fcber 18 Jahren aus Ost- und Westdeutschland befragt.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Die Ostdeutschen: selbstbewusst und familienorientiert<\/span><\/h2>\n<p>Der erste Teil der Studie besch\u00e4ftigte sich mit pers\u00f6nlichen Eigenschaften. Auf die Frage, welche Eigenschaften einen selbst beschreiben, gibt es beim Thema \u201eSelbstbewusstsein\u201c und \u201eRebellion\u201c Unterschiede zwischen Ost und West. Beim Thema Selbstbewusstsein schneiden alle f\u00fcnf neuen Bundesl\u00e4nder besser ab als die elf alten Bundesl\u00e4nder. Mecklenburg-Vorpommern liegt mit 39,9 Prozent an der Spitze, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 38,1 Prozent und Th\u00fcringen mit 36,8 Prozent. Bei der Eigenschaft \u201eRebellion\u201c sieht es komplett anders aus. Hier sind die neuen Bundesl\u00e4nder die Schlusslichter: Mecklenburg-Vorpommern erreicht mit 8,6 Prozent den niedrigsten Wert.<\/p>\n<p>Einigkeit besteht dagegen beim Thema \u201eKarriereorientierung\u201c. Nur 5,5 Prozent der Ost- und Westdeutschen betrachten sich als karriereorientiert, w\u00e4hrend sich 23,9 Prozent der Ostdeutschen und 23,7 Prozent der Westdeutschen als \u201ezur\u00fcckhaltend\u201c einsch\u00e4tzen. Sehr starke Werte gibt es jeweils bei der \u201eFamilienorientierung\u201c. Die Ostdeutschen erreichen 39,9 Prozent, die Westdeutschen 33,1 Prozent.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Starker Zusammenhalt in Ostdeutschland<\/span><\/h2>\n<p>Bei der Selbsteinsch\u00e4tzung gibt es starke Unterschiede zwischen den Generationen. In puncto Karriereorientierung erreichen Nachwende-Ostdeutsche (15,2 Prozent) und Nachwende-Westdeutsche (10,1 Prozent) h\u00f6here Werte als die Vertreter der Vorwendegeneration. Die Familienorientierung ist in der Nachwendegeneration daf\u00fcr geringer (28 Prozent in Ostdeutschland und 25,9 Prozent in Westdeutschland). Unterschiede zwischen den beiden Nachwendegenerationen gibt es bei der \u201eAnpassungsf\u00e4higkeit\u201c und \u201eFeinf\u00fchligkeit\u201c. Die befragten Nachwende-Ostdeutschen schneiden mit 18,5 Prozent bei Anpassungsf\u00e4higkeit und 16,5 Prozent bei Feinf\u00fchligkeit schlechter ab als die Nachwende-Westdeutschen mit 26,2 bzw. 24,9 Prozent. Spannend ist bei der Anpassungsf\u00e4higkeit auch, dass die befragten Vorwende-Ostdeutschen mit 34,1 Prozent stark abschneiden.<\/p>\n<p>Bei den regionalen Eigenschaften werden die Unterschiede zwischen Ost und West an zwei Themen deutlich. So empfinden die Ost-Bundesl\u00e4nder mit 45,6 Prozent \u201eHeimatliebe\u201c f\u00fcr ihre Region, w\u00e4hrend es bei den West-Bundesl\u00e4ndern nur 30,7 Prozent sind. Die Einsch\u00e4tzung der Lebensqualit\u00e4t ist bei den westdeutschen Befragten mit 47,2 Prozent h\u00f6her als bei den ostdeutschen Befragten (35,6 Prozent). Die ostdeutschen Bundesl\u00e4nder schneiden beim Thema Zusammenhalt stark ab. Die Vorwende-Ostdeutschen erreichen 21,9 Prozent, die Nachwende-Ostdeutschen 19,3 Prozent. Bei den Nachwende-Westdeutschen (3,8 Prozent) und den Vorwende-Westdeutschen (13,2 Prozent) ist dieser Wert niedriger.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Nachwende-Ostdeutsche setzen auf neue Medien<\/span><\/h2>\n<p>Auch beim Medienkonsum gibt es zwischen beiden Teilen Deutschlands erhebliche Unterschiede. Die Befragten in den neuen Bundesl\u00e4ndern erreichen einen Wert von 10,6 Prozent bei klassischen Medien (Th\u00fcringen ist mit 46,1 Prozent ein Ausrei\u00dfer nach oben). Die westdeutschen Bundesl\u00e4nder erreichen hier 47 Prozent.<\/p>\n<p>Beim Thema Medienkonsum werden auch Generationsunterschiede sichtbar. So konsumieren die befragten Nachwende-Westdeutschen mit 31,8 Prozent deutlich mehr \u201eklassische Medien\u201c als die Nachwende-Ostdeutschen (10,6 Prozent). Bei \u201eneuen Medien\u201c ist es genau umgekehrt. Hier schneiden die Nachwende-Ostdeutschen mit 65,7 Prozent sehr stark ab, w\u00e4hrend die Nachwende-Westdeutschen einen Wert von 47 Prozent erreichen. Auch zwischen der Nachwende- und der Vorwendegeneration gibt es deutliche Unterschiede beim Konsum neuer Medien. Die Vorwende-Deutschen in Ost und West erreichen beide einen Wert von unter 20 Prozent beim Konsum neuer Medien.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Ostdeutsche kaufen \u00f6fter online<\/span><\/h2>\n<p>Eine sehr starke Einigkeit beider Teile Deutschlands zeigt sich der Umfrage zufolge beim Thema Markentreue. 57,2 Prozent der ostdeutschen und 60,7 Prozent der westdeutschen Befragten geben an, dass sie bei einem einmal ausgesuchten Produkt bleiben. Nachwende-Ostdeutsche (77,1 Prozent) und Nachwende-Westdeutsche (73,1 Prozent) liegen hier mit ihren Werten sehr nah beieinander. Unterschiede zeigen sich bei den befragten Ostdeutschen bei der Suche nach alternativen Marken. Die Vorwende-Ostdeutschen erreichen mit 22,4 Prozent den h\u00f6chsten Wert, w\u00e4hrend die Nachwende-Ostdeutschen mit 9,7 Prozent den niedrigsten Wert erzielen.<\/p>\n<p>Eine weitere Einigkeit gibt es beim Konsum von B\u00fcchern, Mode und Elektronik. 34,1 Prozent im Osten und 40,8 Prozent im Westen bevorzugen den Vor-Ort-Einkauf. Beim Online-Shopping liegt Brandenburg mit 38,3 Prozent an der Spitze. Die jungen Ostdeutschen schneiden beim Online-Shoppen mit 44,6 Prozent am besten ab, beim Vor-Ort-Einkauf kommen sie mit 27,6 Prozent auf den niedrigsten Wert. Bei den Nachwende-Westdeutschen ist der Anteil der Vor-Ort-Eink\u00e4ufer mit 38,6 Prozent deutlich h\u00f6her.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Ostdeutsche sch\u00e4tzen realit\u00e4tsnahe Werbung<\/span><\/h2>\n<p>Die Umfrageteilnehmer wurden auch gefragt, welche Eigenschaften f\u00fcr sie gute Werbung ausmachen. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Bundesl\u00e4ndern. Zwar schneidet Humor mit 41,8 Prozent am besten ab, jedoch sind die Werte in Westdeutschland (Bremen und Hamburg) deutlich h\u00f6her als im Osten. Die h\u00f6chsten Werte bei der Eigenschaft \u201eRealit\u00e4tsn\u00e4he\u201c wurden jedoch in Mecklenburg-Vorpommern (36,9 Prozent) erzielt, aber auch Brandenburg (35,1 Prozent), Th\u00fcringen (35,1 Prozent) und Sachsen-Anhalt (33,5 Prozent) schneiden hier stark ab. Unterschiede gibt es bei den Vorlieben von Nachwende-Ost- und Nachwende-Westdeutschen. W\u00e4hrend Nachwende-Westdeutsche Inspiration und Fantasie sch\u00e4tzen, sehen Nachwende-Ostdeutsche Regionalit\u00e4t und Realit\u00e4tsn\u00e4he als wichtigstes Kriterium.<\/p>\n<p>Laut der Studie sehen 41 Prozent in beiden Teilen Deutschlands Werbung kritisch. Die h\u00f6chsten Werte bei \u201ekritisch\u201c erreichen ein westdeutsches Bundesland (Schleswig-Holstein mit 44,5 Prozent) und ein ostdeutsches Bundesland (Th\u00fcringen mit 43,3 Prozent). Bei der noch st\u00e4rkeren Eigenschaft \u201eskeptisch\u201c sind drei ostdeutsche Bundesl\u00e4nder die Spitzenreiter. Sachsen kommt auf 40,1 Prozent, Brandenburg auf 40,9 Prozent und Sachsen-Anhalt auf 39,6 Prozent. Einen starken Unterschied gibt es bei der Offenheit gegen\u00fcber Werbung. Hier schneiden Vorwende-Ostdeutsche (7,3 Prozent) und Nachwende-Ostdeutsche (8,1 Prozent) niedriger ab als Vorwende-Westdeutsche (12,1 Prozent) und Nachwende-Westdeutsche (14,3 Prozent).<\/p>\n<p>Als Fazit bleibt, dass die Studie sowohl verbindende Eigenschaften als auch Unterschiede deutlich machte. Letztere betrafen nicht nur Ost- und Westdeutschland, sondern auch die ost- und westdeutschen Generationen untereinander. Genauso wurden aber Verbindungen bei beiden Generationen deutlich.<\/p>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/\">Marketing im Osten: Wo die Deutschen unterschiedlich ticken und kaufen<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/\">ostdeutschland.info<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es um Marken, Marketing und Medien geht, bildet Ostdeutschland einen eigenen Identit\u00e4tsraum, der er eine entsprechende Ansprache erfordert. Das hat die Werbeagentur Zebra Group mithilfe einer Umfrage herausgefunden. 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