{"id":12877,"date":"2025-10-30T06:35:56","date_gmt":"2025-10-30T05:35:56","guid":{"rendered":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2025\/10\/30\/ostdeutsche-wirtschaftsregionen-8-vorpommern-mit-birkenstock-und-biooekonomie\/"},"modified":"2025-10-30T06:35:56","modified_gmt":"2025-10-30T05:35:56","slug":"ostdeutsche-wirtschaftsregionen-8-vorpommern-mit-birkenstock-und-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/2025\/10\/30\/ostdeutsche-wirtschaftsregionen-8-vorpommern-mit-birkenstock-und-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Ostdeutsche Wirtschaftsregionen #8: Vorpommern \u2013 mit Birkenstock und Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p>Lange Zeit hinkte Vorpommern wirtschaftlich hinterher. Zuletzt konnte die Region aber den Abstand zum wirtschaftlich st\u00e4rkeren Westen Mecklenburg-Vorpommerns verk\u00fcrzen. Auch die Produktionsst\u00e4tte der weltweit renommierten Schuhmarke Birkenstock in Pasewalk soll Investoren in die Grenzregion locken. Ein Wirtschaft+Markt-Beitrag von Matthias Salm.<\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Erneuerbare Energien im Fokus. Abbildung: 50Hertz<\/p>\n<\/div>\n<p>Seit September 2023 produziert Birkenstock, ein Global Player mit weltweit rund 6.200 Besch\u00e4ftigten, in seinem Werk in Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 110 Millionen Euro ist der Bau im Industriepark Berlin-Szczecin die bisher gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens aus Linz am Rhein. Zun\u00e4chst startete das Werk mit einem Team von etwa 200 Mitarbeitenden. Bis zu 6,4 Millionen Paar Schuhe pro Jahr sollen einmal von Vorpommern aus den Weg zum Kunden finden.<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Birkenstock soll sich f\u00fcr Vorpommern als Initialz\u00fcndung erweisen. Abbildung: Depositphotos, Rushay<\/p>\n<\/div>\n<p>Birkenstock ist nicht der einzige Investor in Pasewalk. Im Industriepark lie\u00df sich 2022 bereits die Topregal GmbH nieder. Mehr als 15 Millionen Euro hat sich das Familienunternehmen aus Filderstadt bei Stuttgart das Engagement im hohen Norden kosten lassen. Der Spezialist f\u00fcr Regalsysteme nutzt in Pasewalk vier Hallen zur Lagerung und Versendung von Waren sowie f\u00fcr Veredelungen der Topregal-Schwerlastregale. 40 Prozent ihrer Regale exportieren die Schwaben ins europ\u00e4ische Ausland. Da kommt der Standort in Vorpommern mit kurzen Wegen nach D\u00e4nemark, Norwegen, Schweden oder Polen gerade recht.<\/p>\n<p>Besonders die Ansiedlung von Birkenstock soll sich f\u00fcr Vorpommern als Initialz\u00fcndung erweisen, \u201eweil das Unternehmen weit \u00fcber die Region hinaus strahlt\u201c, wie Mecklenburg-Vorpommerns einstiger Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in einem Interview mit Wirtschaft+Markt betonte. F\u00fcr ihn ist der Stein nun ins Rollen gekommen. \u201eWir haben jahrelang versucht, die Grenzregion zu Polen und damit eine Metropolregion als Standortfaktor zu entwickeln. Auf unserer Seite hat es mit gro\u00dfen Ansiedlungen nie funktioniert\u201c, r\u00e4umt Meyer ein. \u201eNachdem sich aber Topregal dort ansiedelte, kam nun noch Birkenstock dazu und weitere Interessenten haben sich auch schon gemeldet\u201c, sieht Meyer gute Chancen f\u00fcr eine Kehrtwende f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Vorpommern.<\/p>\n<p>Dass der Osten des Landes lange Zeit als Sorgenkind der wechselnden Schweriner Regierungen galt, verdeutlicht allein schon die Tatsache, dass die Landesregierung mit einem eigenen \u201eOstbeauftragten\u201c die Entwicklung begleitet. Der geb\u00fcrtige Greifswalder SPD-Politiker Heiko Mira\u00df fungiert seit November 2021 als Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Vorpommern und das \u00f6stliche Mecklenburg. Ein eigenes Beratergremium f\u00fcr die \u00f6stlichen Landesteile steht ihm dabei zur Seite.<\/p>\n<p>Mira\u00df streicht ebenfalls gern die Fortschritte an der \u00f6stlichen Landesgrenze heraus: \u201eJa, es ist immer noch schwieriger im \u00f6stlichen Landesteil, aber der Abstand wird geringer\u201c, bilanzierte Mira\u00df gegen\u00fcber der Deutschen Presse-Agentur. Der Abstand beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf habe sich verringert, die Arbeitslosigkeit im Landkreis Vorpommern-Greifswald sei st\u00e4rker gesunken als im Landesdurchschnitt. Mira\u00df w\u00fcnscht sich, dass die industriellen Kerne wie die Eisengie\u00dferei in Torgelow und die der MAT Foundries Europe in Ueckerm\u00fcnde sowie die Elektrowerke Hanning in Eggesin erhalten bleiben und gleichzeitig der Branchenmix erweitert werde, etwa durch Zulieferer f\u00fcr die Offshore-Windkraftindustrie.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Sonnendeck und Kraftwerk<\/span><\/h2>\n<p>Traditionell stehen die beiden Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-R\u00fcgen f\u00fcr den Schiffbau, die Hafenwirtschaft, die Gesundheits\u00f6konomie sowie die Ern\u00e4hrungsbranche und f\u00fcr den Tourismus, der 2024 ganz im Zeichen des 250. Geburtstags von Caspar David Friedrich stand.<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Tourismus in Vorpommern: Abend am Kreidefelsen im Nationalpark Zentrum Ko\u0308nigsstuhl. Abbildung: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern<\/p>\n<\/div>\n<p>Der Osten des Landes z\u00e4hlt schlie\u00dflich immer noch zu den beliebtesten Reiseregionen der Deutschen: 6,5 Millionen \u00dcbernachtungen z\u00e4hlte 2023 die Region Ru\u0308gen\/Hiddensee mit der neuen Attraktion des Skywalks am K\u00f6nigsstuhl, 10,3 Millionen statteten Vorpommern inklusive Usedom einen Besuch ab. Doch der Landestourismusbeauftragte Tobias Woitendorf warnte j\u00fcngst auch die Verantwortlichen in Vorpommern, dass es der Tourismusbranche an Dynamik und Erneuerung mangele. Alleine den Erfolg zu verwalten, reiche langfristig nicht aus.<\/p>\n<p>War Vorpommern lange das selbst ernannte Sonnendeck Deutschlands, soll die Region bald Teil des Gr\u00fcnen Kraftwerks Deutschlands re\u00fcssieren. Mecklenburg-Vorpommern wandelt sich zum Energieland, auch im \u00f6stlichen Teil. Mancherorts kollidieren so die unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen, wie etwa bei dem umstrittenen LNG-Terminal auf R\u00fcgen, das den auf Ruhe und Naturbelassenheit bedachten Touristikern ein Dorn im Auge ist.<\/p>\n<p>Die eigentlichen k\u00fcnftigen Energiequellen Vorpommerns sind aber die Windparks auf hoher See und die Produktion von Wasserstoff an Land. Firmen wie H2 Apex oder das franz\u00f6sische Unternehmen Lhyfe planen den Betrieb von Elektrolyseuren zur Wasserstoff-Produktion in Lubmin. Das Flow-Hydrogen-Pipeline-Projekt soll den Wasserstoff von Lubmin aus dann in den ostdeutschen Raum verteilen. Auch von Rostock ist eine Pipeline-Verbindung nach Lubmin geplant. Der Landkreis Vorpommern-R\u00fcgen z\u00e4hlt ohnehin schon zu den vom Bund gef\u00f6rderten HyPerformer-Pilotregionen f\u00fcr die Nutzung von Wasserstoff.<\/p>\n<p>Der Berliner \u00dcbertragungsnetzbetreiber 50Hertz treibt unterdessen an der K\u00fcste die Netzanbindung Ostwind 3 f\u00fcr den von Iberdrola geplanten Windpark n\u00f6rdlich der Insel R\u00fcgen sowie den Bau eines Umspannwerks in der Gemeinde Br\u00fcnzow voran. <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/stefan-kapferer-gruenes-kraftwerk-im-herzen-europas-zwei-seiten-einer-medaille-stromnetze-und-wirtschaftswachstum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stefan Kapferer<\/a>, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von 50Hertz, sieht eine wachsende Bedeutung des Standorts Lubmin f\u00fcr die Energiewende: \u201eDie Region um Lubmin wird in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Drehkreuz f\u00fcr Strom aus erneuerbaren Energien. Damit sind regionale Wertsch\u00f6pfung und Chancen auf eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung dieser Energieregion durch Unternehmensansiedlungen verbunden.\u201c Auch ein als Bornholm Energy Island bezeichnetes Projekt, bei dem zwei Gigawatt Strom aus Offshore-Windparks vor der K\u00fcste Bornholms nach Deutschland flie\u00dfen werden, soll in Vorpommern anlanden.<\/p>\n<p>Deutschlands nord\u00f6stlichster Seehafen, der Mukran Port auf der Insel R\u00fcgen, wird ebenfalls von der Energiewende profitieren. Er z\u00e4hlt schon jetzt zu den bedeutendsten Offshore-H\u00e4fen im Ostseeraum. Der \u00f6stlichste Tiefwasserhafen im Land ist erste Anlaufstelle f\u00fcr die Offshore-Windindustrie.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Maritimes und Medizin<\/span><\/h2>\n<p>Die sechs Werftenstandorte in Mecklenburg-Vorpommern haben turbulente Zeiten hinter sich. Die vorpommerschen Werften in Stralsund und Wolgast machen da keine Ausnahme. Am ehemaligen MV Werften-Standort Stralsund ist der Maritime Industrie- und Gewerbepark \u201eVolkswerft\u201c entstanden. Dort hat sich beispielsweise die Strela Shiprepair angesiedelt, die bereits zahlreiche Handelsschiffe runderneuert hat. Ein Unternehmen, das aus der ehemaligen Abteilung Schiffsreparatur der MV Werft Stralsund hervorgegangen ist. Die Ostseestaal GmbH &amp; Co. KG ist hier bereits seit 1996 auf die Herstellung und Lieferung von geschnittenen und dreidimensional geformten Blechen f\u00fcr Schiffbau, Industrie und erneuerbare Energien spezialisiert.<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Heilgeiststra\u00dfe in der Hansestadt Stralsund. Abbildung: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern\/Gaensicke<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Peenewerft in Wolgast haben seit ihrer Gru\u0308ndung 1948 mehr als 600 Boote und Schiffe verlassen. Die Werft ist heute spezialisiert auf den Neubau und die Reparatur von Marineschiffen. Gegenw\u00e4rtig wird die Peenewerft durch die \u00dcberdachung eines bereits vorhandenen Trockendocks weiter aufgewertet.<\/p>\n<p>Nicht vergessen werden darf in der Liste der vorpommerschen Schiffsbauer die 1990 gegr\u00fcndete HanseYachts AG in Greifswald. Sie z\u00e4hlt heute zu den gr\u00f6\u00dften Herstellern hochseetauglicher Segel- und Motoryachten aus Serienproduktion weltweit. Die Gesundheitswirtschaft mit einer Bruttowertsch\u00f6pfung von insgesamt 6,5 Milliarden Euro wiederum gilt neben dem Energiesektor als wichtigste Zukunftsbrache in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 160.000 Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ngen davon ab, das sind rund 21,3 Prozent aller Arbeitspl\u00e4tze in der Gesamtwirtschaft des Landes. Einen h\u00f6heren Anteil an der Besch\u00e4ftigung erzielt die Branche in keinem anderen Bundesland. In Vorpommern haben sich neben dem Gesundheitstourismus auch einige Pharmafirmen als tragende S\u00e4ulen der Branche herauskristallisiert.<\/p>\n<p>Die Cheplapharm Gruppe in Greifswald etwa ist weltweit f\u00fchrend in der Akquisition von Markenmedikamenten. Zuletzt erwarben die Ostseest\u00e4dter das Zyprexa-Portfolio von Eli Lilly f\u00fcr einen Kaufpreis von rund 1,3 Milliarden Euro. CEVA, eines der f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften veterin\u00e4rpharmazeutischen Unternehmen weltweit, erforscht auf der Insel Riems innovative Impfstoffe f\u00fcr Haus- und Nutztiere. Die Insel Riems verf\u00fcgt ohnehin \u00fcber eine lange Tradition in der Forschung zu Tiergesundheit und Tierseuchenpr\u00e4vention. 1910 gr\u00fcndete Friedrich Loeffler hier im Auftrag des preu\u00dfischen Kultusministeriums sein Institut zur Erforschung der Maul- und Klauenseuche. Heute setzt das Friedrich-Loeffler-Institut als \u201eBundesforschungsinstitut f\u00fcr Tiergesundheit\u201c diese Tradition fort.<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Cheplapharm Arzneimittel GmbH. Abbildung: Cheplapharm<\/p>\n<\/div>\n<h2><span class=\"title-bg\">Fisch und Zuckerr\u00fcben<\/span><\/h2>\n<p>Eines der \u00e4ltesten Unternehmen in Vorpommern ist die Zuckerfabrik in Anklam, die 1883 als Aktiengesellschaft Pommersche Zuckerfabrik Anklam gegr\u00fcndet wurde. Seit 2009 ist sie Teil des niederl\u00e4ndischen Konzerns Royal Cosun. Dort werden R\u00fcben zu Kristallzucker, Dicksaft und Ethanol verarbeitet. In der Zuckerr\u00fcbenkampagne werden j\u00e4hrlich etwa zwei Millionen Tonnen Zuckerr\u00fcben im Anklamer Werk verarbeitet. Bioethanol und Biomethan entstehen dabei ganzj\u00e4hrig.<\/p>\n<p>Die Cosun Beet Company GmbH &amp; Co. will aktuell bis zu 90 Millionen Euro in die Erweiterung ihrer Zuckerfabrik investieren. Diese soll in der Zukunft als gr\u00fcne Bioraffinerie fungieren. Die Niederl\u00e4nder arbeiten dazu eng mit dem Bio\u00f6konomiezentrum Anklam zusammen, das 2020 in Murchin auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Relzower Schlachthofes er\u00f6ffnet wurde. Konkret geht bei den gemeinsamen Forschungsaktivit\u00e4ten um die Herstellung von Bioethanol in Pharmaqualit\u00e4t. Nur eines von mehreren innovativen Projekten, mit denen sich Vorpommern in eine Vorreiterrolle in der Bio\u00f6konomie positionieren will.<\/p>\n<p>Daneben produziert Vorpommern nat\u00fcrlich weiterhin viele traditionelle Lebensmittel, die zum Teil bundesweit bekannt sind: Hiddenseer Kutterfisch, Joghurt- und Quarkspezialit\u00e4ten der Molkerei Naturprodukt GmbH aus Poseritz oder die handwerklich gebrauten Biere der St\u00f6rtebeker Brauerei in Stralsund.<\/p>\n<h2><span class=\"title-bg\">Plasma und Kernfusion<\/span><\/h2>\n<p>Die Bio\u00f6konomie treibt auch das B\u00fcndnis Plant3 voran, dass sich die hochwertige Veredelung von pflanzlichen Rohstoffen zum Ziel gesetzt hat. Hinter Plant3 verbirgt sich ein B\u00fcndnis aus rund 100 Partnern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Federf\u00fchrend sind die Universit\u00e4t Greifswald, die Wirtschaftsf\u00f6rdergesellschaft Vorpommern und der Wissenschafts- und Technologiepark Nord Ost (WITENO).<\/p>\n<div class=\"wp-caption aligncenter\">\n<p class=\"wp-caption-text\">Heiko Mira\u00df, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Vorpommern und das \u00f6stliche Mecklenburg (re.) im Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann, Vorstandsvorsitzender des Leibniz-Instituts f\u00fcr Plasmaforschung und Technologie. Abbildung: INP<\/p>\n<\/div>\n<p>Gerade Greifswald gilt mit seiner Universit\u00e4t und seinen au\u00dferuniversit\u00e4ren Instituten als Forschungsschmiede im \u00f6stlichen Mecklenburg-Vorpommern. Das Leibniz-Institut f\u00fcr Plasmaforschung und Technologie (INP) geh\u00f6rt beispielsweise weltweit zu den f\u00fchrenden Forschungsinstituten im Bereich physikalischer Plasmen. Es ist unter anderem am Projekt \u201eCampfire\u201c beteiligt, das sich auf Energieumwandlungs- und Speichertechnologien sowie Energiesysteme auf Basis von gr\u00fcnem Ammoniak fokussiert. Im Forschungsvorhaben \u201eBiogeniV\u201c entwickelt das INP Technologien zur Herstellung gr\u00fcner Kraftstoffe wie Biomethanol aus biogenen Reststoffen.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich ist Greifswald Heimat der Fusionsforschung, bei der aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewonnen werden soll. Im Max-Planck-Institut f\u00fcr Plasmaphysik wird der Weg der magnetischen Fusion verfolgt. Wendelstein 7-X hei\u00dft die Anlage vom Typ Stellarator, die hier auf ihre Kraftwerkseignung untersucht wird.<\/p>\n<p><strong>Vorpommern<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Region: Landkreis Vorpommern-Greifswald (237.355 Einwohner), Landkreis Vorpommern-R\u00fcgen (227.683 Einwohner)<br \/>\nSt\u00e4dte: Greifswald (59.691 Einwohner), Stralsund (59.363 Einwohner), Ribnitz-Damgarten (15.721 Einwohner), Bergen auf R\u00fcgen (13.689 Einwohner)<br \/>\nNachbarregionen: Landkreis Rostock, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Landkreis Uckermark (Brandenburg), Woiwodschaft Westpommern (Polen)<br \/>\nBranchen: Landwirtschaft, Energie, Ern\u00e4hrung, Gesundheit, Tourismus, Hafenwirtschaft, Schiffbau<br \/>\nVerkehr: Autobahnen A 20 und A 11<br \/>\nGewerbegebiete: 4<br \/>\nArbeitslosenquote: Vorpommern-Greifswald (9,9 Prozent) Vorpommern-R\u00fcgen (10,3 Prozent)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Ein Beitrag des Re<\/em><em>daktionsnetzwerks Wirtschaft+Markt (dort zuerst erschienen am 13. Mai 2024).<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/ostdeutsche-wirtschaftsregionen-8-vorpommern-mit-birkenstock-und-biooekonomie\/\">Ostdeutsche Wirtschaftsregionen #8: Vorpommern \u2013 mit Birkenstock und Bio\u00f6konomie<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/ostdeutschland.info\/\">ostdeutschland.info<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange Zeit hinkte Vorpommern wirtschaftlich hinterher. Zuletzt konnte die Region aber den Abstand zum wirtschaftlich st\u00e4rkeren Westen Mecklenburg-Vorpommerns verk\u00fcrzen. Auch die Produktionsst\u00e4tte der weltweit renommierten Schuhmarke Birkenstock in Pasewalk soll Investoren in die Grenzregion locken. Ein Wirtschaft+Markt-Beitrag von Matthias Salm. Erneuerbare Energien im Fokus. Abbildung: 50Hertz Seit September 2023 produziert Birkenstock, ein Global Player mit weltweit rund 6.200 Besch\u00e4ftigten, in seinem Werk in Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Mit einem Investitionsvolumen von knapp 110 Millionen Euro ist der Bau im Industriepark Berlin-Szczecin die bisher gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens aus Linz am Rhein. Zun\u00e4chst startete das Werk mit einem Team [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":0,"featured_media":12878,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12877"}],"collection":[{"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12877"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12877\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12878"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/havelnetz.de\/kunden\/mpw\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}